Berlin. Mit neuen Moderatoren, darunter Charlotte Roche und Markus Kavka, Talkshows und Pop-Sendungen geht der digitale Spartenkanal ZDFkultur auf die Suche nach einem jüngeren Publikum. "Wir sind die Experimentierbühne des ZDF", sagte Daniel Fiedler, Koordinator des ZDF-Ablegers, bei der Vorstellung neuer Sendungen in Berlin. Live-Konzerte, Interviews mit Popmusikern und Gaming-Shows - "mit ZDFkultur hat sich das ZDF einen Kulturbegriff erobert, den das öffentlich-rechtliche Fernsehen bislang nicht kannte", erklärte Fiedler.
ZDFkultur hatte Anfang Mai 2011 den ZDF-Theaterkanal abgelöst und ist Teil des Digitalpakets ZDF Vision, zu dem auch ZDFinfo und ZDFneo gehören. Es soll dabei keine Überschneidungen mit 3sat und Arte geben. "Wir sind spielerischer, als man es von einem Kultursender erwartet", sagte Fiedler. Das Programm solle gezielt die Zuschauer unter 30 ansprechen, bisher liegt der Altersdurchschnitt bei 51 Jahren. "Wenn wir in diesem Jahr eine Quote von 0,1 Prozent haben, bin ich glücklich und zufrieden", sagte Fiedler.
Neuerungen
Zu den Neuerungen im Programm zählt die Talkshow "Roche und Böhmermann", zu der ab 4. März immer sonntags (22.00 Uhr) Charlotte Roche und der Rapper und Moderator Jan Böhmermann, unter anderem Chefreporter der "Harald-Schmidt-Show", jede Woche fünf Gäste zum einstündigen Gespräch einladen. Zum Auftakt sind unter anderem Rapper Sido und die Geschäftsführerin der Piratenpartei, Maria Weisband, zu Gast.
Popgrößen von Sting bis Bono wird der langjährige MTV-Moderator Markus Kavka vor die Kamera holen. Für "Number One!" spricht Kavka u.a. mit der ganzen Familie von Ozzy Osbourne, für neue Folgen sind Gespräche mit der Punkband Die Ärzte geplant. Auf dem Programm von ZDFKultur stehen auch Live-Übertragungen aus dem Londoner Koko-Club sowie von Musikfestivals.
Die ORF2-Parlamentssendung "Hohes Haus" brachte Sonntag aus Anlass der Aktuellen Stunde des Nationalrats eine objektive Analyse der Parteientendenzen, Volksabstimmungen nicht nur wie bisher durch eine Zwei-Drittel-Mehrheit des Nationalrats zu ermöglichen, sondern auch für Themen eines Volksbegehrens verpflichtend zu machen, das eine bestimmte Stimmenzahl erreicht. Schon der berichtete Kuhhandel mit der Mindeststimmengrenze (SPÖ: 700.000, ÖVP 650.000, FPÖ 250.000) machte klar...
Die US-Fernsehserie "Game of Thrones" ist ein neuerlicher Erfolg für den für seine hochklassigen Serien bekannten amerikanischen Pay-TV-Sender HBO. Die Fantasy-Sendung ist sogar derart erfolgreich, dass sich an ihr eine grundsätzliche Debatte entzündet: 25 Millionen (illegale) Downloads hat es schon gegeben, was zeigt, dass die Sendung in Beliebtheitssphären vorstößt, die es in dieser Form selten gab. Das ist nicht gut. Problem Nummer 1: Von den Downloads hat der Sender nichts...