• vom 18.04.2012, 12:05 Uhr

Medien

Update: 18.04.2012, 13:49 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Ö3-Legende Dieter Dorner gestorben



  • Als Moderator des "Ö3 Weckers" bekannt geworden.

Ö3-Legende Dieter Dorner ist am Dienstag im 69. Lebensjahr in Griechenland am Berg Athos gestorben.

Ö3-Legende Dieter Dorner ist am Dienstag im 69. Lebensjahr in Griechenland am Berg Athos gestorben.APA / ORF Steiermark Ö3-Legende Dieter Dorner ist am Dienstag im 69. Lebensjahr in Griechenland am Berg Athos gestorben.APA / ORF Steiermark

Graz. Der langjährige ORF-Moderator Dieter Dorner ist am Dienstag im 69. Lebensjahr in Griechenland am Berg Athos gestorben, wie der ORF Steiermark am Mittwoch bekanntgab. Dorner war eine der bekanntesten Radiostimmen Österreichs, war langjähriger Moderator des ORF-Radio Radio Steiermark und einer der Mitbegründer von Ö3. Der gebürtige Wiener galt aus ausgewiesener Kenner von Musik - und der Mönchsrepublik Athos, wo er oft die Osterzeit verbrachte. Dorner war auch Bioweinbauer in der Südsteiermark.

Dorner wurde 1943 in Wien geboren, er studierte an der Akademie für darstellende Kunst in Graz Schauspiel und Regie. Im Jahre 1965 gründete und leitete er das Junge Theater Graz. Bei zahlreichen, mittlerweile mit Legendenstatus versehenen Radioproduktionen wirkte er federführend mit: Als Gründungsmitglied von Ö3 moderierte er unter anderem den "Ö3 Wecker", "Wer weiß mehr" und andere Sendungen. Ab 1975 wurde er beim ORF mit dem Aufbau der ersten Konsumentenredaktion "help" betraut - die Sendung begann stets mit den prägnanten ersten Takten des gleichnamigen Beatles-Songs.

"Dieter Dorner war bereits zu Lebzeiten eine Ö3-Legende. Er war einer der begnadetsten Moderatoren der österreichischen Radiolandschaft. Als Mitbegründer von Ö3 setzte er wichtige Akzente für das österreichische Radio", so ORF-Radiodirektor Karl Amon in einer Aussendung. Ö3-Chef Georg Spatt sekundierte: "Er war einer dieser legendären Ö3-Macher, die aus Ö3 mehr machten, als 'nur' ein Radio mit Musik und Nachrichten. Neben den stark Musik- und/oder Trend-orientierten jungen Ö3'lern der späten 80er Jahre, prägten seine ganz eigene Persönlichkeit und sein unverkennbarerer Moderationsstil entscheidend die Identität von Ö3 und im speziellen des Ö3-Wecker."

Ab 1981 leitete er beim ORF Kärnten die Abteilungen Jugend, Gesellschaft und Familie sowie Religion. 1987 wurde Dorner in Wien Hauptabteilungsleiter für Unterhaltung und Ö3-Programmleiter. Bis zu seiner Pensionierung war er aber auch als Moderator bei Radio Steiermark tätig. Ab 1992 war er nur noch zeitweise als Moderator tätig. Eine ORF-Mitarbeiterin erinnerte sich am Mittwoch bei der Bekanntgabe der Todesnachricht: "'Leitln, Leitln ... war immer seine Ansage. Ich sehe ihn noch vor mir, die Kappe, langer weißer Bart, stets freundlich. Die Hausbesuche bei seinen Hörerrunden hat er geliebt". Für die Sendung "Seinerzeit" hatte Dorner rund 60 Prominente besucht. In memoriam sendet das ORF-Radio Steiermark heute, Mittwoch um 19.00 Uhr das "Seinerzeit"-Gespräch mit Nana Mouskouri.

Der in Mureck an der Grenze zu Slowenien ansässig gewesene Bio-Weinbauer erhielt zweimal das goldene Mikrofon für herausragende Moderatorenleistung und den österreichischen Naturschutzpreis "Grüner Ast" für Berichte zu landschaftsgerechtem Bauen. Seine Zuneigung galt seit Jahrzehnten dem Berg Athos. Dorner ist im Kloster Hilandar getauft worden. Als das Kloster im März 2004 brannte, organisierte er eine Hilfsaktion zum Wiederaufbau. Zusammen mit seiner Frau, einer Ärztin, hatte er vier Kinder.




Schlagwörter

Ö3, Todesfall

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-18 12:05:54
Letzte Änderung am 2012-04-18 13:49:55


Beliebte Inhalte



Ein Plakat zeigt Mohammed Assaf, der Star der Talentshow "Arab Idol" in West Bank bei Ramallah. - Reuters / Mohamad Torokman
  • Sänger Assaf feiert Erfolge in gesamtarabischer Castingshow
  • weiter

Georges Moustaki bei einem Auftritt in Frankfurt (1983). - APAweb / EPA/NABIL MOUNZER
  • Edith Piafs Welterfolg "Milord" stammt aus seiner Feder.
  • weiter

Das Duo Daft Punk findet sein Glück in der Disco-Ära: "Lose yourself to dance!" - David Black
  • Auf "Random Access Memories" regiert der Disco-Sound von seinerzeit.
  • weiter

Benno Stieber, Vorsitzender der Freischreiber. - Mona Brede
  • "Freischreiber" Benno Stieber über Wege für freie Journalisten.
  • weiter

Verteidigt Wagner und kritisiert die Klassikwelt scharf: Endrik Wottrich. - Newald
  • Tenor Endrik Wottrich über Wagner, Schlingensief und kleine Stimmen.
  • weiter

Chaim Miller bereut die Morde der Gruppe nicht, jedoch, "dass wir nicht mehr gemacht haben". - 3sat
  • TV-Dokumentation zeichnet das Leben des 92-jährigen Chaim Miller nach.
  • weiter

Nachdem sich mehrere Zuschauer, von den drastischen Bühnenvorgängen geschockt, sogar in ärztliche Behandlung begeben hatten, ersuchte Meyer den Regisseur, seine Inszenierung zu modifizieren. Kosminski lehnte ab. - Foto: APAweb/Deutsche Oper am Rhein
  • Bühnenvereins-Präsident Zehelein kritisiert scharf die Düsseldorfer Oper.
  • weiter

Unvorstellbare Grausamkeit sollen Gottfried Helnweins Arbeiten oft erklären. - Julia Stix
  • Der Künstler über Mangel an Charisma, Kunst als Trophäe und ordinäres Wienerisch.
  • weiter

Das Duo Daft Punk findet sein Glück in der Disco-Ära: "Lose yourself to dance!" - David Black
  • Auf "Random Access Memories" regiert der Disco-Sound von seinerzeit.
  • weiter

Am 22. Mai jährt sich der Geburtstag von Richard Wagner zum 200. Mal. Hier die Büste von Arno Breker in der Nähe des Festspielhauses in Bayreuth. - Foto: epa/Daniel Karmann
  • Auseinandersetzung mit Themen wie Individualismus, Außenseitertum und Aufarbeitung von Geschichte.
  • weiter




Werbung



Quiz




Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

Nach 28 Jahren stießen Biologen auf eine unbekannte Affenart in Afrika: die Lesula-Affen. Sie leben versteckt in der Lomami-Region in der Dem. Rep. Kongo und wurden nun von der Universität von Arizona für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Werbung