Roland Düringers Leben hat sich in den letzten Jahren in Richtung Spiritualität entwickelt. Johannes Kaup hat ihn daher für seine Radio-Reihe "Was glauben Sie?" zum Gespräch gebeten.
Roland Düringer, 1963 in Wien geboren, begann in der österreichischen Kabarettgruppe "Schlabarett". Dort agierte er unter anderen gemeinsam mit Alfred Dorfer, Andrea Händler, Eva Billisich und Reinhard Nowak.
Glückloser Häuslbauer in Hinterholz 8
Sein erstes Solo-Kabarettprogramm "Hinterholz 8" (in der Rolle des glücklosen Häuslbauers Herbert Krcal) startete Düringer 1994. Es sollte später, 1998, in der Filmfassung zum Kinoerfolg werden. 1994 kam auch "Muttertag", der erste Kinofilm der Schlabarett-Gruppe, in der Regie von Harald Sicheritz ins Kino. Düringer übernahm darin mehrere Rollen. Für "Hinterholz 8" erhielt Düringer eine Goldene Romy als bester österreichischer Schauspieler. Danach begann er mit Alfred Dorfer die ORF-Serie "MA 2412", die es von 1998 bis 2003 auf vier TV-Staffeln und einen Kinofilm brachte. 2001 kam sein viertes Soloprogramm, "250 ccm - die Viertelliter-Klasse", auf die Bühne. 2005 folgte davon eine Kinofassung.
Düringer gründete als begeisterter Motorsportler 1999 ein eigenes Motocross-Team, "Die Benzinbrüder MotoXtreme". Daher drehen sich seine Kabarettprogramme oft um die fahrbaren Untersätze und die Freuden und Leiden ihrer Benützer. Im Kabarett "Düringer ab 4,99" (2006) gab es Kritik an der Konsumgesellschaft. Und seine Autosammlung, die Düringer liebevoll hegte, wurde vor drei Jahren stark dezimiert: 13 Exemplare wurden für einen guten Zweck versteigert. Mit dem Erlös finanzierte Roland Düringer einem nach einem Verkehrsunfall gehbehinderten jungen Fan einen behindertengerechten Mini-Van. 2011 versuchte sich Düringer als nicht unheiterer ORFscher Fernsehgärtner. Am Ende desselben Jahres rückte er in der Fernsehsendung "Dorfers Donnerstalk" in den Blickpunkt, wo er als "Wutbürger" große öffentliche Resonanz erfuhr. (as)