• vom 31.05.2011, 18:02 Uhr

Medien

Update: 31.05.2011, 18:03 Uhr

Finanzchef Johannes Werle übernimmt größten Magazinverlag

"News"-Chef muss nach Fehler gehen




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Matthias Schönwandt, Chef der Verlagsgruppe "News", muss nach nur drei Monaten gehen.
  • 45-Jähriger "verstieß gegen die Regeln von Gruner+Jahr".
  • Über Vorfall wurde Stillschweigen vereinbart.
  • Wien. (bau) Erst am 15. Februar dieses Jahres hatte Matthias Schönwandt die Geschicke der Verlagsgruppe "News", des größten Magazinverlages Österreichs, in die Hand genommen. Nun muss er seinen Sessel in der oberen Etage des "News"-Towers wieder räumen. Am Dienstag gab der Mehrheitseigentümer des Verlages, die Hamburger Gruner+Jahr ("Stern"), die "einvernehmliche Trennung" nach nur etwa mehr als drei Monaten im Amt bekannt.

Matthias Schönwandt kam im Februar zu "News". Foto: Toni Mader/apa

Matthias Schönwandt kam im Februar zu "News". Foto: Toni Mader/apa Matthias Schönwandt kam im Februar zu "News". Foto: Toni Mader/apa

"Die Trennung erfolgt im beiderseitigen Einvernehmen. Die Agenden des Vorsitzenden der Geschäftsführung übernimmt interimistisch Johannes Werle. Hintergrund der einvernehmlichen Trennung sind interne Vorgänge, die mit den bestehenden Richtlinien des Hauptgesellschafters der News-Gruppe, der Gruner+Jahr AG, nicht vereinbar sind und somit einen Verstoß gegen das gültige Regelwerk von Gruner + Jahr darstellen. Zu diesen Vorgängen wurde zwischen den Vertragspartnern Stillschweigen vereinbart", heißt es in einer Mitteilung von Gruner+Jahr auf Anfrage der "Wiener Zeitung".


G+J-Auslandsvorstand Torsten-Jörn Klein präzisiert: "Es gibt bei Gruner+ Jahr ein für alle Mitarbeiter weltweit verbindliches Regelwerk, das die Spielregeln im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit regelt. Gegen diese internen Regeln hat Matthias Schönwandt verstoßen." Er sei überzeugt davon, dass Mitarbeiter und Partner der "News"-Gruppe Schönwandt in der kurzen Zeit als Geschäftsführer und als Mensch sehr zu schätzen gelernt haben. "Dennoch hat er einen Fehler begangen, der nicht geduldet werden kann. Ich bedaure diese Entwicklung sehr, aber nach den Spielregeln für die unternehmerische Tätigkeit haben wir uns für den Weg der einvernehmlichen Vertragsaufhebung entschieden."

Zuletzt sorgten verlagsintern Gerüchte über ein Strategiepapier für Aufregung, das aus Schönwandts Büro außer Haus gelangt war.

Schönwandt war als Nachfolger von Oliver Voigt nach Wien gekommen, der die Spitze der Verlagsgruppe bis Jahreswechsel geleitet hatte. Klein streute ihm damals im Vorfeld noch Rosen und bezeichnete ihn als "äußerst erfahrenen und hochkompetenten Medienmann". Davor war Schönwandt von 1999 bis 2002 als Mitglied der Verlagsleitung des Berliner Verlags für die Gesamtanzeigenleitung der "Berliner Zeitung" und des "Berliner Kuriers" verantwortlich. Später war er beim Deutschen Supplementverlags als Geschäftsführer tätig und trieb dort die Umsetzung einer neuen Digitalstrategie und den Ausbau der Auslandsbeteiligungen des Verlags voran.

Als interimistischer Nachfolger als Geschäftsführer der News-Gruppe wurde Johannes Werle eingesetzt. Dieser ist seit 2007 als Finanzchef im Verlag tätig.



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2011-05-31 18:02:56
Letzte Änderung am 2011-05-31 18:03:00


Asterix

"Die Orgie wird kalt!"

Es ist kein Stau, es ist ein Rennen: Asterix und Obelix lassen die Konkurrenz Via-Appia-Staub fressen. - © Asterix® Obelix® Idefix ®/2017 Les Éditions Albert René "Caesar fühlt sich auf einmal sehr müde . . .", sagt Caesar. Man kann es dem Manne nicht verargen. Schließlich ist es schon wieder passiert... weiter




Graphic Novel

Anne Frank und die Generation iPhone

Eine Figur, so stark, dass man Angst hat: Fast hätten sich die Zeichner nicht zugetraut, Anne Frank gerecht zu werden. - © S. Fischer Verlag "Natürlich nicht!" David Polonskys Ablehnung war deutlich und instinktiv, als Ari Folman ihm vor vier Jahren von der Anfrage des Anne-Frank-Fonds aus... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Moonwalk in die Ewigkeit
  2. Ozeanische Gefühle
  3. Schwarze Weihnachten
  4. Irrlichtern im Hades der Dichtkunst
  5. Kurz und schmerzvoll
Meistkommentiert
  1. Karajan und kein Ende
  2. Die Zukunft gehört den Singles
  3. Sophie Rois ärgert sich über "Peniszulage"
  4. Die Kamera als Schutz
  5. "Ohne Polen kollabiert London"


Quiz


CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

Werbung



Werbung


Werbung