• vom 07.05.2012, 18:02 Uhr

Medien

Update: 07.05.2012, 19:01 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Wiener Gratiszeitung kommt neuer Transparenzregelung zuvor

Eva Dichand stiftete bei "heute" mit



  • "Heute" legte Eigentümerstruktur offen - Mehrheit bei Dichand-Stiftung.

Eva Dichand setzt bei "heute" auf Transparenz.

Eva Dichand setzt bei "heute" auf Transparenz.© APA/GEORG HOCHMUTH Eva Dichand setzt bei "heute" auf Transparenz.© APA/GEORG HOCHMUTH

Wien. Lange verbargen sich die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse der erfolgreichen Gratiszeitung "heute" hinter einer intransparenten Treuhandkonstruktion. Das gab zu Spekulationen Anlass, in wie weit die Wiener SPÖ oder Hans Dichand an der Zeitung beteiligt war oder über Einfluss verfügte. Nun hat die Herausgeberin der Zeitung, Eva Dichand, die Eigentümerstruktur offengelegt.

Werbung

Eigentümer der Gratiszeitung sind demnach die Pluto Privatstiftung mit 74 Prozent sowie (wie bereits länger bekannt) die Periodika Privatstiftung mit 26 Prozent. Die Pluto Privatstiftung ist eine Familienstiftung, als Stifter fungierten Eva Dichand und ihr Bruder Georg Kriebernegg, Begünstigte sind Eva Dichand und deren Kinder. Die konkreten Eigentümerverhältnisse wurden dieser Tage im Firmenbuch eingetragen und veröffentlicht.

Bisher wurden die Anteile der Pluto Privatstiftung treuhänderisch von der Fidelis GmbH gehalten, was in der Vergangenheit wiederholt Anlass für Spekulationen bot. So wurde hinter dem Firmenkonstrukt einmal die SPÖ vermutet, ein anderes Mal Hans Dichand oder die Mediaprint. Von Konkurrenzmedien gab es deshalb Anzeigen bei der Bundeswettbewerbsbehörde sowie beim Finanzamt, die ÖVP reklamierte einen Offenlegungspassus ins Medien- und Medientransparenzgesetz, der mit Juli in Kraft tritt.

Mit der vorzeitigen Offenlegung scheint die Gesellschafterstrukturfrage geklärt und das Geheimnis um die wahren "heute"-Eigentümer gelüftet. Mit einer Familienstiftung um Eva Dichand hält die Frau des "Kronen Zeitung"-Herausgebers und -Chefredakteurs Christoph Dichand die "heute"-Mehrheit.

"Jeden, der jetzt noch behauptet, dass ,heute‘ der SPÖ oder einer SPÖ-nahen Organisation gehört oder von dort finanziert wurde oder dass ,heute‘ Hans Dichand oder der Mediaprint gehört, werden wir klagen", sagte "heute"-Herausgeberin und -Geschäftsführerin Eva Dichand. Kartellrechtliche Probleme ergeben sich durch die Gesellschafterstruktur nicht. "Es gibt keine Sippenhaftung für Ehepartner. Die Pluto Privatstiftung ist eine Familienstiftung, in der keine weiteren Medienbeteiligungen enthalten sind", so Eva Dichand. Diese Ansicht teilt offenbar auch die Bundeswettbewerbsbehörde, wie Dichand mit einem Schreiben der Behörde belegt. Die Finanzierung von "heute" erfolgte laut Eva Dichand ausschließlich über einen Drei-Millionen-Kredit der Bank Austria. Die Begünstigten des Minderheitseigentümers der Periodika Stiftung sind, wie von der "Wiener Zeitung" berichtet, Verein "Weißer Ring" und der Verein "Rettet den Stephansdom".




Schlagwörter

Heute, Zeitung, Dichand, Medien

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-07 18:18:08
Letzte Änderung am 2012-05-07 19:01:04


Beliebte Inhalte



  • Formel 1, Radio-Symphonieorchester und 250 Jobs stehen zur Diskussion.
  • weiter

Jon Bon Jovi stand glücklich im Regen. - APAweb/Herbert Pfarrhofer
  • Pollen konnten dem Sänger diesmal nichts anhaben.
  • weiter

Nachdem sich mehrere Zuschauer, von den drastischen Bühnenvorgängen geschockt, sogar in ärztliche Behandlung begeben hatten, ersuchte Meyer den Regisseur, seine Inszenierung zu modifizieren. Kosminski lehnte ab. - Foto: APAweb/Deutsche Oper am Rhein
  • Bühnenvereins-Präsident Zehelein kritisiert scharf die Düsseldorfer Oper.
  • weiter

Unvorstellbare Grausamkeit sollen Gottfried Helnweins Arbeiten oft erklären. - Julia Stix
  • Der Künstler über Mangel an Charisma, Kunst als Trophäe und ordinäres Wienerisch.
  • weiter

Am 22. Mai jährt sich der Geburtstag von Richard Wagner zum 200. Mal. Hier die Büste von Arno Breker in der Nähe des Festspielhauses in Bayreuth. - Foto: epa/Daniel Karmann
  • Auseinandersetzung mit Themen wie Individualismus, Außenseitertum und Aufarbeitung von Geschichte.
  • weiter

Chaim Miller bereut die Morde der Gruppe nicht, jedoch, "dass wir nicht mehr gemacht haben". - 3sat
  • TV-Dokumentation zeichnet das Leben des 92-jährigen Chaim Miller nach.
  • weiter

Elena Zhidkova (Venus) und Daniel Frank (Tannhäuser) in der umstrittenen Inszenierung von "Tannhäuser" in Düsseldorf. - Hans Jörg Michel / Deutsche Oper am Rhein
  • Empörung bei vielen Zuschauern.
  • weiter

Musik-Dandy und Begründer des Glam-Rock: Marc Bolan. - Universal
  • Wie mit bekannten Namen Geld gemacht wird
  • weiter

Eine Szene aus der umstrittenen "Tannhäuser"-Inszenierung der Rheinoper (Markus Eiche, linkst, als Wolfram und  Elisabet Strid als Elisabeth). - APAweb / AP, Deutsche Oper am Rhein, Hans Jörg Michel
  • Oper wird nur mehr konzertant aufgeführt.
  • weiter

Natalia Kelly will es in Malmö "shinen" lassen. - APAweb / EPA, Janerik Henriksson Malmö/Wien. Natalia Kelly, Österreichs Vertreterin beim Song Contest 2013 in Malmö, ist ein unbeschriebenes Blatt...weiter




Werbung



Quiz




Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

18. 5. 2013: Ein lesbisches Paar in Myanmar: Der "Internationale Tag gegen Homophobie" geriet weltweit zu einem bunten und eindringlichen Protest gegen Diskriminierung. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung