• vom 19.07.2012, 15:38 Uhr

Medien

  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Die Wahrheit ist das erste Opfer



  • Die Informationsverbreitung über Soziale Medien birgt Risiken.

Wien. (iw) Die Meldungen verbreiten sich wie ein Lauffeuer - geschrieben von Agenturen, Journalisten und Bürgern. Es bleibt oft kaum Zeit, die Quelle zu überprüfen. "Wenn die Twitter-Meldung einen News-Wert hat, wird sie übernommen, aber immer mit Quellenangabe", so der stellvertretende Chefredakteur der Austria Presse Agentur (APA) Johannes Bruckenberger, es sei denn, die Meldung kommt von einer anderen vertrauenswürdigen Agentur. Bei Kriegsschauplätzen, wie es derzeit in Syrien der Fall ist, gilt laut Bruckenberger leider oft der Spruch "Die Wahrheit ist das erste Opfer", wenn es eben wie dort kaum unabhängige Meldungen gibt.

Werbung

Reputationsökonomie
Die journalistische Qualität in den Sozialen Medien unterliegt vor allem einer "Reputationsökonomie", sagt Christian Hoffmann vom Institut für Medien und Kommunikationsmanagement der Uni St. Gallen. "Einzelne Autoren oder Plattformen erarbeiten sich einen Ruf - an diesem orientieren sich die Leser." Die Plattformen und Autoren genießen unterschiedliches Ansehen. "Ein ,Perez Hilton‘ gilt sicher nicht als zuverlässiger Journalist, aber als talentierter Unterhalter. Ein Matt Drudge dagegen hat sich die Reputation hoher faktischer Zuverlässigkeit bei gleichzeitig starker politischer Einseitigkeit aufgebaut", sagt er.

Die Reputation ist demnach laut Hoffmann "das wichtigste Kapital der Autoren im Netz. Wer einen Reputationsschaden erleidet, ist seine Leserschaft sehr schnell wieder los." Da es sehr unterschiedliche Leserbedürfnisse gäbe, können die etablierten Standards des Nachrichten-Journalismus kaum pauschal auf Soziale Medien angewandt werden. Am Ende entscheidet dort der Leser, welche Quelle erfolgreich ist.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-19 15:44:03


Beliebte Inhalte



Unvorstellbare Grausamkeit sollen Gottfried Helnweins Arbeiten oft erklären. - Julia Stix
  • Der Künstler über Mangel an Charisma, Kunst als Trophäe und ordinäres Wienerisch.
  • weiter

 Ray Manzarek im Juli 2012. -  EPA/Jan Dzban
  • Organist der legendären US-Rockband verstarb im Alter von 74 Jahren in Bayern.
  • weiter

Jon Bon Jovi stand glücklich im Regen. - APAweb/Herbert Pfarrhofer
  • Pollen konnten dem Sänger diesmal nichts anhaben.
  • weiter

Die Konkurrentinnen Adalgisa und Norma. - Salzburger Festspiele Am Ende wird der Horst der Freischärler, die Schule, von ihnen selbst abgefackelt. Die Matratzen und Schulmöbel werdend um Norma und Pollione...weiter

Keine Stimmen aus Aserbaidschan nd schon wird es Politisch beim ESC. - APAweb/EPA/Jessica Gow/SCANPIX
  • Russland empört über "geraubte" ESC-Stimmen aus Aserbaidschan
  • weiter
  • Update vor 40 Min.

Chaim Miller bereut die Morde der Gruppe nicht, jedoch, "dass wir nicht mehr gemacht haben". - 3sat
  • TV-Dokumentation zeichnet das Leben des 92-jährigen Chaim Miller nach.
  • weiter

Nachdem sich mehrere Zuschauer, von den drastischen Bühnenvorgängen geschockt, sogar in ärztliche Behandlung begeben hatten, ersuchte Meyer den Regisseur, seine Inszenierung zu modifizieren. Kosminski lehnte ab. - Foto: APAweb/Deutsche Oper am Rhein
  • Bühnenvereins-Präsident Zehelein kritisiert scharf die Düsseldorfer Oper.
  • weiter

Unvorstellbare Grausamkeit sollen Gottfried Helnweins Arbeiten oft erklären. - Julia Stix
  • Der Künstler über Mangel an Charisma, Kunst als Trophäe und ordinäres Wienerisch.
  • weiter

Am 22. Mai jährt sich der Geburtstag von Richard Wagner zum 200. Mal. Hier die Büste von Arno Breker in der Nähe des Festspielhauses in Bayreuth. - Foto: epa/Daniel Karmann
  • Auseinandersetzung mit Themen wie Individualismus, Außenseitertum und Aufarbeitung von Geschichte.
  • weiter

Eine Szene aus der umstrittenen "Tannhäuser"-Inszenierung der Rheinoper (Markus Eiche, linkst, als Wolfram und  Elisabet Strid als Elisabeth). - APAweb / AP, Deutsche Oper am Rhein, Hans Jörg Michel
  • Oper wird nur mehr konzertant aufgeführt.
  • weiter




Werbung



Quiz




Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

21. 5. 2013: Schwere Zeiten für Fans des glänzenden Metalls: Der Goldpreis erklimmt keine neuen Höhen mehr, das Interesse der Anleger ist merkbar gesunken. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung