• vom 03.08.2012, 11:11 Uhr

Medien

Update: 03.08.2012, 12:42 Uhr
  • Artikel
  • Kommentare (4)
  • Lesenswert (12)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Umbau bei der Styria

Michael Fleischhacker verlässt die "Presse"



  • Styria baut "Presse" und "WirtschaftBlatt" mit neuer Führung um

Wien. Bei den Tagezeitungen "Die Presse" und "WirtschaftsBlatt" bleibt kein Stein auf dem anderen. Die zur Styria Media Group gehörenden Wiener Blätter sollen künftig "deutlich enger zusammenarbeiten und teilweise integriert werden", wie Styria-Vorstand Klaus Schweighofer am Freitagvormittag in einer Aussendung mitteilte. Von einer "strategischen Neuausrichtung" war die Rede, die Redaktionen der beiden Marken würden aber eigenständig und unabhängig bleiben. Zugleich wird das komplette Führungsteam der beiden Tageszeitungen ausgewechselt.

Die Geschäftsführung von "Presse" und "WirtschaftBlatt" übernehmen mit 1. Oktober Michael Tillian als Vorsitzender sowie Herwig Langanger. Rainer Nowak soll Chefredakteur für "Die Presse", Esther Mitterstieler für das "WirtschaftsBlatt" werden. Bei Nowak bedarf es dazu noch der Zustimmung der "Presse"-Redakteursversammlung. "Presse"-Geschäftsführer Reinhold Gmeinbauer und "WirtschaftsBlatt"-Geschäftsführer Hans Gasser scheiden ebenso aus ihren Funktionen aus, wie "Presse"-Chefredakteur Michael Fleischhacker und "WirtschafsBlatt"-Chefredakteur Wolfgang Unterhuber.

Unabhängigkeit

"Damit reagieren wir auf die strukturellen Veränderungen in unseren Märkten", begründete Finanzvorstand Malte von Trotha den Schritt. "Wir gehen die Veränderungen jetzt aus einer Position der finanziellen Stärke an, haben eine Investitionskraft wie nie zuvor in der Konzerngeschichte und wollen diese nutzen. Unser Ziel ist es, neue Geschäftsmodelle und -felder zu erschließen und das Kerngeschäft an die sich verändernden Marktbedingungen anzupassen. Nur so werden wir auch künftig Qualitätsjournalismus bieten und die Unabhängigkeit bewahren können."

Die Styria Media Group war 2005 über die Magazingruppe ETM beim "WirtschaftsBlatt" eingestiegen, 2006 übernahm man schließlich die Mehrheit an der Wirtschaftszeitung. Das Kartellgericht genehmigte den Deal damals unter Auflagen. Titel und Redaktionen von "Presse" und "WirtschaftsBlatt" sind zumindest für fünf Jahre getrennt zu führen, drei Jahre sind Rabatte für Anzeigenkombinationen eingeschränkt, lauteten die Bedingungen der Kartellwächter.

Die wichtigsten beruflichen Stationen der künftigen  "Presse"-"WirtschaftsBlatt"-Spitze

Michael Tillian (39) war als Projektleiter in der Styria für zahlreiche Unternehmenstransaktionen zuständig. So hat er etwa unter dem früheren Styria-Vorstandschef Horst Pirker, dem er auch als Assistent gedient hatte, den Erwerb der Aktienmehrheit an der WirtschaftsBlatt Verlags AG gemanagt. Von 2005 bis 2009 war er Mitglied des Vorstandes und ab 2008 Vorstandsvorsitzender der Styria Multi Media AG sowie stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wirtschaftsblatt Verlags AG. Danach wechselte der gelernte Wirtschaftsanwalt für ein Jahr in die Wiener Anwaltskanzlei DLA Piper. Mitte 2010 kehrte Tillian ins Styria-Reich zurück und war als Vorstand der Regional Medien Austria AG in Wien tätig.  

Herwig Langanger (34) begann seine Karriere 2004 bei der Styria in Graz, bevor ihn die "Presse"-Geschäftsführung 2005 als Leiter Controlling nach Wien holte. 2008 erhielt er die Prokura, 2009 wurde er mit der Umstrukturierung der "Presse"-Gruppe betraut. Seit Anfang 2010 war Langanger Geschäftsführer der Presse-Holding und verantwortet neben den Finanzen auch die Bereiche Produktion, Vertrieb, IT, Leserservice und Lesermarketing.   

Rainer Nowak (39) schreibt seit 1996 für die Presse in Wien. Nach Stationen in der Chronik-, Kultur- und Innenpolitikredaktion wurde Nowak 2004 Ressortleiter der Chronik Wien. Gemeinsam mit Christian Ultsch (Außenpolitik) wurde er 2009 zum Redaktionsleiter der "Presse am Sonntag" bestellt. Seit 2010 leitete Nowak neben der Sonntags-"Presse" auch das Innenpolitik-Ressort des Traditionsblatts.

Esther Mitterstieler (43) begann ihre journalistische Laufbahn als Wirtschaftsredakteurin in Italien und wechselte 1998 nach Wien. Für das "WirtschaftsBlatt" war Mitterstiehler seit 2006 als Wirtschaftsredakteurin mit dem Schwerpunkt Unternehmen und Märkte tätig. Seit Ende 2007 leitete sie das Ressort Unternehmen und Märkte, seit 2009 fungierte sie auch stellvertretende Chefredakteurin der Wirtschafts-Tageszeitung.




Schlagwörter

Medien

4 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-03 11:16:35
Letzte Änderung am 2012-08-03 12:42:06


Beliebte Inhalte



Irmgard Vilsmaier (l.) als "Brünnhilde" und Caroline Melzer als "Sieglinde" während einer Probe für "Der Ring der Nibelungen" - APAweb/HERBERT PFARRHOFER Ein Entkommen gibt es nicht, schon gar nicht für Veranstalter: Ein jedes Opernhaus, so scheint’s, steht im 200...weiter

Vor dem wahnwitzigen Gemetzel: "Galizien" als sentimental-groteskes Antikriegsstück. - Thomas Aurin
  • "Die Glembays", "Galizien" und "Agonie" von Miroslav Krlea.
  • weiter

Stets extravagant: Sierra (vorne) und Bianca Casady, die als CocoRosie firmieren. - Rodrigo Jardon
  • Interview über die miserable Situation von Frauen, die Vorhersehbarkeit von Pop - und das neue Album "Tales Of A GrassWidow".
  • weiter

"La Vie d’Adèle" ist der große künstlerische Triumph von Cannes 2013. - Festival de Cannes
  • "La Vie d’Adèle" ist der eindeutige Palmen-Favorit.
  • weiter

Unvorstellbare Grausamkeit sollen Gottfried Helnweins Arbeiten oft erklären. - Julia Stix
  • Der Künstler über Mangel an Charisma, Kunst als Trophäe und ordinäres Wienerisch.
  • weiter

Chaim Miller bereut die Morde der Gruppe nicht, jedoch, "dass wir nicht mehr gemacht haben". - 3sat
  • TV-Dokumentation zeichnet das Leben des 92-jährigen Chaim Miller nach.
  • weiter

Nachdem sich mehrere Zuschauer, von den drastischen Bühnenvorgängen geschockt, sogar in ärztliche Behandlung begeben hatten, ersuchte Meyer den Regisseur, seine Inszenierung zu modifizieren. Kosminski lehnte ab. - Foto: APAweb/Deutsche Oper am Rhein
  • Bühnenvereins-Präsident Zehelein kritisiert scharf die Düsseldorfer Oper.
  • weiter

Unvorstellbare Grausamkeit sollen Gottfried Helnweins Arbeiten oft erklären. - Julia Stix
  • Der Künstler über Mangel an Charisma, Kunst als Trophäe und ordinäres Wienerisch.
  • weiter

Das Duo Daft Punk findet sein Glück in der Disco-Ära: "Lose yourself to dance!" - David Black
  • Auf "Random Access Memories" regiert der Disco-Sound von seinerzeit.
  • weiter

Am 22. Mai jährt sich der Geburtstag von Richard Wagner zum 200. Mal. Hier die Büste von Arno Breker in der Nähe des Festspielhauses in Bayreuth. - Foto: epa/Daniel Karmann
  • Auseinandersetzung mit Themen wie Individualismus, Außenseitertum und Aufarbeitung von Geschichte.
  • weiter




Werbung



Quiz




Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971,

Die Wolldecke eines Navajo-Häuptlings wurde bei Sothebys in New York für rund 221.000 US-Doller versteigert. Es war die erste Auktion aus dem Nachlass der Sammlung Andy Williams, des bekannten US-amerikanischen Popsängers und Fernsehentertainers. Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

"Erstbegehung" des Wiener Wahrzeichens:  Slackliner Christian Waldner arbeitete sich in 60 Metern über dem Boden Schritt für Schritt vom großen Steffl-Turm (Südturm) bis zum südlichen Heidenturm vor und tänzelte nach kurzer Verschnaufpause wieder retour. Der Drahtseilakt dauerte rund zehn Minuten. Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Werbung