• vom 09.08.2012, 11:17 Uhr

Medien

Update: 09.08.2012, 12:50 Uhr

Facebook

Wundersame Welt der Netzwerke




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Von Gregor Kucera

  • Mein Ich, meine Freunde und die Welt als digitale Kopie der Realität
  • Facebook kennt jeder, Twitter schon nicht mehr, von Pinterest hat man gehört.

Wien.Wer heute von einem sozialen Netzwerk spricht, meint nur mehr selten seine Familie, Verwandte oder enge Freunde, die man anrufen, sich Rat und Schlag abholen oder von Angesicht zu Angesicht sprechen kann. Das soziale Netzwerk ist Facebook. Wer ein berufliches soziales Netzwerk braucht, hat LinkedIn oder Xing. Wer schnelle Informationen will, nutzt Twitter. Wer Facebook weniger mag und Twitter schon nutzt, ist auch auf Google+ zu finden. Außer man ist Journalist, PR-Verantwortlicher oder Unternehmer, dann sollte man überall mitspielen. Zumindest suggerieren dies die vielen Social-Media-Berater, die ebenso schnell aus dem Boden sprießen wie die Plattformen, über die sie referieren.

Gepinnt wird nur mehr virtuell: Pinterest ist bereits das drittgrößte Netzwerk der USA.

Gepinnt wird nur mehr virtuell: Pinterest ist bereits das drittgrößte Netzwerk der USA.© EPA Gepinnt wird nur mehr virtuell: Pinterest ist bereits das drittgrößte Netzwerk der USA.© EPA

Diese Plattformen sind derzeit wohl die weltweit bekanntesten. Außer sie kommen aus dem asiatischen Raum, da haben sich lokale Konkurrenten zu Google und Facebook etabliert - etwa Mixi in Japan, Orkut (gehört Google) in Indien und Brasilien, LAGbook in Afrika oder Renren in China. In Österreich versuchen Netzwerke wie Sankt Onlein, Tupalo und Talenthouse den Großen Konkurrenz zu machen. All diese Angebote zeigen vor allem eine Entwicklung hin zu mehr Lokalkolorit, mit eigener Sprache und einem Grundverständnis eines gemeinsamen kulturellen Hintergrundes.


Foto-Netzwerk im Kommen
Multinational sticht derzeit sicherlich Pinterest aus der Masse der neuen Plattformen hervor. Pinterest ist mittlerweile das drittgrößte Netzwerk der USA. Zwar wurde die erste Version des Foto-Netzwerks schon im März 2010 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, doch der Durchbruch erfolgte erst zwei Jahre später. Der Name ist eine mehr oder weniger kreative Wortschöpfung aus "pin" (etwas anheften) und "interest" (Interesse). Und genauso funktioniert der Dienst auch: Die Anwender können über eine Browser-Erweiterung Fotos von beliebigen Webseiten an ihre virtuelle Pinnwand hängen. Mit den "Repin"-Knopf übernehmen sie Bilder aus anderen Galerien. Und dank Verknüpfung mit Facebook und Twitter erfahren die Freunde davon. "Pinterest ist überragend darin, Leuten dabei zu helfen, etwas zu entdecken", schrieb das US-Magazin "Forbes". Das Prinzip klinge trügerisch einfach, mache aber regelrecht süchtig, so die US-amerikanischen Medien. Eine ebenso erfolgreiche Foto-Community stellt das bekannte Instagram dar.

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2012-08-08 15:02:06
Letzte Änderung am 2012-08-09 12:50:12



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