• vom 03.09.2013, 15:15 Uhr

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Update: 03.09.2013, 15:58 Uhr

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Daniel Kehlmann in Theater und Radio




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  • "Das Geschäft des Romanschreibens gehört zu den härtesten aller Arbeiten."
  • Dieser Tage ist, vom deutschsprachigen Feuilleton schon heiß erwartet, Daniel Kehlmanns jüngster Roman erschienen. Er trägt den schlichten Titel "F".

Der neue Roman von Daniel Kehlmann ist bereits im Radio zu hören. - © Foto: apa/H. K. Techt

Der neue Roman von Daniel Kehlmann ist bereits im Radio zu hören. © Foto: apa/H. K. Techt

Bereits ab Montag ist der der neue Roman des jungen Schriftstellers Daniel Kehlmann auf dem deutschen Sender hr2 in Fortsetzungen zu hören: um 9.30 und 15.05 Uhr. Und am kommenden Sonntag, dem 8. September, wird in der Reihe "Zeitgenossen im Gespräch" im Wiener Theater in der Josefstadt eine Matinee (11 Uhr) mit Kehlmann und Michael Kerbler für die Ö1-Sendung "Im Gespräch" vor Publikum aufgezeichnet (Sendung am Donnerstag, 21 Uhr, Radio Ö1, Wh. Freitag, 16 Uhr).

Information

Im Gespräch - Libretto - Fidelio
Autor Daniel Kehlmann ist am Donnerstag bei Michael Kerbler in der Sendung "Im Gespräch" zu hören; auf Radio Ö1, 21 Uhr (Wh. Freitag, 16 Uhr). Auf dem deutschen Sender hr2 (Hessischer Rundfunk) ist sein jüngster Roman "F" in Fortsetzungen zu hören: ab Montag, 9. September, Mo-Fr, 9.30 Uhr ("Libretto") und 15.05 Uhr ("Figaro")
Siehe auch:
"Wiener Zeitung"-Interview mit Daniel Kehlmann über seinen neuen Roman, Hochstapler im Kunstbetrieb und Twitter als Geschnatter


"Das Geschäft des Romanschreibens gehört zu den härtesten aller Arbeiten." Dieser Satz von Kehlmann steht programmatisch über dem Sendungstitel. Es ist der erste Satz, der so stark sein muss, dass er die gesamte nachfolgende Geschichte trägt. Zum Beispiel der erste Satz aus Kehlmanns neuem Roman "F". Er lautet folgendermaßen: "Jahre später, sie waren längst erwachsen und ein jeder verstrickt in sein eigenes Unglück, wusste keiner von Arthur Friedlands Söhnen mehr, wessen Idee es eigentlich gewesen war, an jenem Nachmittag zum Hypnotiseur zu gehen."

Heuchler, Betrüger, Fälscher
So fängt er an, jener Roman ("F"), der von drei Brüdern handelt, die auf ihre jeweils eigene Art Heuchler, Betrüger, Fälscher sind. Sie glauben es sich eingerichtet zu haben in ihrem Leben, doch plötzlich klafft da ein Abgrund auf. Ein Augenblick der Unaufmerksamkeit, ein winziger Zufall, ein falscher Schritt, und was als gespenstischer Albtraum schien, wird wahr.

Es ist der Sommer vor der Wirtschaftskrise. Martin, katholischer Priester ohne Glauben, übergewichtig, immer hungrig, trifft sich mit seinem Halbbruder Eric zum Essen. Der hochverschuldete, mit einem Bein im Gefängnis stehende Finanzberater hat unheimliche Visionen, teilt davon jedoch keinem etwas mit. Schattenhafte Männer, sogar zwei Kinder, warnen ihn vor etwas, nur: Diese Warnungen gelten gar nicht ihm. Gemeint ist sein Zwillingsbruder Iwan, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht, und schon nimmt das Unheil seinen Lauf. Daniel Kehlmanns Romantitel "F" steht, so könnte man meinen, offenbar für Fälschung, Familie und/oder Fiktion.

Karl Markovics (l.), Katharina Thalbach und F. D. Fitz bei den Dreharbeiten zu Kehlmanns "Vermessung der Welt".

Karl Markovics (l.), Katharina Thalbach und F. D. Fitz bei den Dreharbeiten zu Kehlmanns "Vermessung der Welt".© Foto: epa Karl Markovics (l.), Katharina Thalbach und F. D. Fitz bei den Dreharbeiten zu Kehlmanns "Vermessung der Welt".© Foto: epa

Kehlmann, 1975 in München geboren, ist Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er lebt in Berlin und Wien. Sein Werk wurde unter anderem mit dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Heuer steht er auf der sogenannten "Longlist" für den Deutschen Buchpreis und ist somit im Wettbwerb um den besten deutschsprachigen Roman.

Daniel Kehlmann ist der Sohn des 2005 verstorbenen legendären Wiener Regisseurs Michael Kehlmann, der für Theater, Film und Fernsehen arbeitete.

Fürs TV verfilmte er Romane von Joseph Roth, Leo Perutz, Milo Dor oder Johannes Mario Simmel. Daniel Kehlmann fand ebenfalls Eingang ins Kino, etwa mit der Verfilmung seines Romans "Die Vermessung der Welt". (as)


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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2013-09-03 15:48:05
Letzte Änderung am 2013-09-03 15:58:16



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