• vom 01.12.2016, 15:59 Uhr

Medien

Update: 01.12.2016, 16:16 Uhr

VÖZ

Öffentlichen Diskurs nicht "Fake News" überlassen




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Wien. "Eine funktionierende Öffentlichkeit ist der Sauerstoff einer freien Gesellschaft", sagte VÖZ-Präsident Thomas Kralinger bei der diesjährigen Präsentation des "Public Value-Berichts" und warnte eindringlich: "Wir dürfen den öffentlichen Diskurs nicht den gefälschten Nachrichten überlassen." Vertrauen sei ein Grundbedürfnis, und Medienmarken, die es schafften, dem Publikum dies auch in Zukunft zu bieten, würden erfolgreich sein, zeigte er sich überzeugt. Allerdings brauche es dafür auch "zeitgemäße gesetzliche Rahmenbedingungen und Regeln" und "faire Spielregeln". Die Sozialen Netzwerke hätten eine "neue Kommunikationskultur" etabliert, stellte Udo Di Fabio vom Institut für Öffentliches Recht an der Universität Bonn in seiner Keynote fest, "eine Fragmentierung von Kommunikationsräumen" drohe, die "Verwilderung der Sitten" sei eine Gefahrenlage für die offene Demokratie. Die Medien müssten Angriffen auf ihre Rolle als "Gatekeeper" entgegentreten, indem ihre "Ordnungsleistung" deutlicher hervorgehoben werde: "Unsere Gesellschaft krankt daran, dass sie den Wert von Institutionen zu gering schätzt."

    In einer Podiumsdiskussion wurde dann noch erörtert, ob es sich bei Facebook denn nun um ein Medium handle oder um eine technische Plattform. Der Sozialphilosoph Alfred Pfabigan sah ein neues Medium, das sich derzeit "in der Pubertät" befinde. Es brauche einen "Zivilisierungsprozess", den der Gesetzgeber einleiten müsse. "Jede Medienrevolution hatte eine wilde Zeit, und dann ist das eingeschränkt worden."


    "Falter"-Herausgeber Armin Thurnher hingegen verwies darauf, dass Mark Zuckerbergs Konzern eine redaktionelle Ordnungsfunktion definitiv verweigere. Auch, dass "prominente Journalisten" die Netzwerke zur Eigenpromotion nutzten, ziehe "den traditionellen Medien den Teppich weg".




    Schlagwörter

    VÖZ

    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2016-12-01 16:03:03
    Letzte nderung am 2016-12-01 16:16:32



    Daisy Duck

    Ente süß-sauer

    Daisy Duck weiß genau, was sie will. Und dass man das manchmal mit einer gut getimten Ohnmacht erreicht. Jederzeit nachzulesen unter anderem in den "Lustigen Taschenbüchern". - © Disney Sie sind ein vielbemühtes Klischee, die Waffen der Frauen: Augenaufschlag, Hüftschwung, üppiges Dekolleté, sagen die, nun ja, Altmodischen... weiter




    UNO

    "Wonder Woman" abgesetzt

    20161213wonderwoman - © APAweb / AFP, Timothy A. Clary New York. Nach nur zwei Monaten im Amt ist die Superheldin "Wonder Woman" nicht mehr länger UN-Ehrenbotschafterin... weiter





    Werbung



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. "Touristen, geht aus unserer Stadt!"
    2. Tenor Jonas Kaufmann begeisterte bei Comeback in Paris
    3. "Ein Journalisten-Gefängnis"
    4. Özge rockt!
    5. Bruce Springsteen spielte Geheimkonzert für Obama-Angestellte
    Meistkommentiert
    1. D wie Dame, "Die" und Diva
    2. Helfer und Hetzer
    3. Prominente schließen sich Streeps Trump-Kritik an
    4. Lachen über Dschihadistinnen
    5. UPC zieht den Wienern bei analogem Kabel-TV den Stecker


    Quiz


    Ein Ausnahmeprojekt mit Ausnahmeproblemen: Die Elbphilharmonie, eine "gläserne Welle", die auf drei Seiten von Wasser umgeben ist. 

    Billy Bob Thornton mit seinem Golden Globe für die Fernsehserie  "Goliath". Dirigent Gustavo Dudamel und die Wiener Philharmoniker am Sonntag beim Neujahrskonzert 2017.

    Zu Gast bei der äthiopischen Nacht: Der Circus Debre Berhan aus Äthiopien. Der kanadische Sänger Leonard Cohen posiert auf einer Schienenschwelle, aufgenommen am 25.04.1976 anlässlich eines Konzertes in Frankfurt am Main.

    Werbung



    Werbung