• vom 02.02.2017, 16:45 Uhr

Medien


Medien

"Sektion 8" stellt sich gegen Werbung im Boulevard




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Wien. Die als rebellisch bekannte "Sektion 8" der Wiener SPÖ bringt erneut das Thema Inserate aufs Tapet. Hatte man im Vorjahr von der eigenen Partei gefordert, die großzügige Anzeigenplatzierung vor allem im Boulevard zu stoppen, geht der Appell nun an Unternehmen. Sie sollen nicht mehr in "hetzenden Medien" schalten, so der aktuelle Aufruf.

    Gemeint sind damit laut Definition der "Sektion 8" die Zeitungen "Heute", "Österreich" und "Kronen Zeitung", erklärte Sektionsmitglied Andreas Handler. Alle drei Printmedien würden nämlich den Ehrenkodex des heimischen Presserats nicht anerkennen, der sich unter anderem gegen persönliche Verunglimpfungen, Diskriminierung oder Verspottung anerkannter Religionsgemeinschaften in der Berichterstattung ausspricht.


    Vorbild Großbritannien
    Das Ziel: Unternehmen mit großem Inserate-Etat sollen künftig - nicht zuletzt befeuert durch erhofften Druck der Konsumenten - nicht mehr in den genannten Medien werben und somit die "Angstmache" und das "Ausspielen von Bevölkerungsgruppen" nicht mehr unterstützen. Denn wenn die Blätter kein Geld mehr über Anzeigen bekämen, "wird Hetze zum Verlustgeschäft", wie es im ersten Spot der Kampagne heißt. Er wird über Social-Media-Kanäle unter dem Motto "Kein Geld für Hetze" verbreitet. Weitere sollen folgen, erklärte Kampagnenleiterin Lea Six.

    Welche 20 Betriebe man öffentlich auffordern will, ihre Inseratenpolitik zu überdenken, wollte Six nicht verraten. Es seien jedenfalls solche, die sich in internen Richtlinien klar zu einer sozialen Verantwortung bekennen würden. Vorbild für die Aktion ist eine Aktion in Großbritannien. Dort wurde im Sommer 2016 die Initiative "Stop Funding Hate" gestartet. Lego etwa kündigte an, nicht mehr im Boulevardblatt "Daily Mail" zu werben.




    Schlagwörter

    Medien, Print

    1 Leserkommentar




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-02-02 16:50:04



    Asterix

    "Die Orgie wird kalt!"

    Es ist kein Stau, es ist ein Rennen: Asterix und Obelix lassen die Konkurrenz Via-Appia-Staub fressen. - © Asterix® Obelix® Idefix ®/2017 Les Éditions Albert René "Caesar fühlt sich auf einmal sehr müde . . .", sagt Caesar. Man kann es dem Manne nicht verargen. Schließlich ist es schon wieder passiert... weiter




    Graphic Novel

    Anne Frank und die Generation iPhone

    Eine Figur, so stark, dass man Angst hat: Fast hätten sich die Zeichner nicht zugetraut, Anne Frank gerecht zu werden. - © S. Fischer Verlag "Natürlich nicht!" David Polonskys Ablehnung war deutlich und instinktiv, als Ari Folman ihm vor vier Jahren von der Anfrage des Anne-Frank-Fonds aus... weiter





    Werbung



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Wie gewonnen, so verschwunden?
    2. Kein "Irrer mit der Bombe"
    3. Heiter dem Tausender entgegen
    4. "Nicht mit uns"
    5. Bob Dylan kommt nach Österreich
    Meistkommentiert
    1. Sophie Rois ärgert sich über "Peniszulage"
    2. Die Kamera als Schutz
    3. "Ohne Polen kollabiert London"
    4. Nothung, neidliches Brotmesser
    5. Unter Druck


    Quiz


    CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

    Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

    Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

    Werbung



    Werbung


    Werbung