• vom 14.06.2017, 14:28 Uhr

Medien

Update: 15.06.2017, 10:12 Uhr

Journalismus

Geiringer-Stipendium 2017 geht an Redakteurin der "Wiener Zeitung"




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Von WZ Online, apa

  • Bettina Figl wird in Oxford zu Datenjournalismus forschen.

Bettina Figl, Online-Redakteurin der "Wiener Zeitung".

Bettina Figl, Online-Redakteurin der "Wiener Zeitung".© Luiza Puiu Bettina Figl, Online-Redakteurin der "Wiener Zeitung".© Luiza Puiu

Wien. Bettina Figl, Online-Redakteurin der Wiener Zeitung, erhält das Alfred Geiringer-Stipendium 2017. Der von der österreichischen Presseagentur APA gestiftete Fonds zur journalistischen Weiterbildung dient der Förderung des Qualitätsjournalismus und ermöglicht einen dreimonatigen Studienaufenthalt am Green College der Universität Oxford sowie die Teilnahme am exklusiven "Journalism Training Programme" der Thomson Reuters Foundation.

Teil des Online Teams der "Wiener Zeitung" 

Information

Der Namensgeber des Stipendiums, Alfred Geiringer, legte den Grundstein für den Weg zur Unabhängigkeit, den die APA - Austria Presse Agentur seit 1946 gegangen ist. Geiringer musste 1938 aus Österreich emigrieren und kehrte 1945 als Reuters European Editor zurück. Die APA verdankt ihm maßgeblich die Loslösung aus fast einem Jahrhundert staatlicher Bindung und die Transformation zu einer Nachrichtenagentur, die heute allein den Grundsätzen Unabhängigkeit, Zuverlässigkeit und Ausgewogenheit verpflichtet ist.

Dank Geiringers Aufbauarbeit zählt die APA heute zur kleinen Gruppe von etwa 20 Agenturen weltweit, die sich im privaten Eigentum der Medien befinden, während die große Mehrzahl der Nachrichtenagenturen, nämlich etwa 90 Prozent, in staatlichem Eigentum oder staatlich kontrolliert ist. Die APA hat sich deshalb 2001 entschlossen, unter Geiringers Namen einen Fonds zur journalistischen Weiterbildung einzurichten.

Die Wienerin Figl absolvierte ein Studium der Publizistik an der Uni Wien sowie den Studiengang für Informationsberufe und Wissensmanagement an der FH Burgenland. Seit sechs Jahren arbeitet sie als Redakteurin im Online-Team der "Wiener Zeitung" mit Schwerpunkt auf Bildungspolitik sowie Innen- und Außenpolitik. 2016 war sie als Korrespondentin für die "Wiener Zeitung" in den USA.

Datenjournalistisches Forschungsprojekt der "Wiener Zeitung"

Die Online-Redakteurin der "Wiener Zeitung" wird in Oxford zu "Crowd Sourced Data Journalism" forschen. Der Fokus liegt auf der Frage, welche Best-Practice-Modelle in großen britischen Medienhäusern umgesetzt werden, zudem möchte Figl die Erfahrungen von Non-Profit- Plattformen wie "Correctiv" oder "Dossier" mit dieser Art der Recherche erkunden. Resultat sollen Guidelines sein, wie künftig auch kleinere Newsrooms, die bisher mit dieser Methode der Informationsgewinnung wenig Erfahrung haben, diese möglichst leicht einsetzen können.

Ehemalige StipendiantInnen

Das Geringer-Stipendium geht an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von österreichischen Medienhäusern sowie der APA selbst. Bisherige Geiringer-Stipendiaten waren Christoph Schlemmer (APA), Hedwig Kainberger ("Salzburger Nachrichten"), Monika Graf (APA, inzwischen "Salzburger Nachrichten"), Alexandra Föderl-Schmid ("Der Standard"), Gianluca Wallisch (APA, inzwischen "Der Standard"), Alexandra Frech (APA), Eva Weissenberger ("Kleine Zeitung", inzwischen "News"), Judith Högerl (APA), Monika Kalcsics (ORF), Christoph Griessner (APA), Anna-Maria Wallner ("Die Presse"), Sonja Gruber (APA) sowie Anja Kröll ("Salzburger Nachrichten").

Der Studienaufenthalt bei der Thomson Reuters Foundation findet von Oktober bis Dezember 2017 in Oxford statt. Das "Journalism Training Programme" in der britischen Universitätsstadt bietet dabei drei Schwerpunkte: Die Teilnehmer verfassen eine wissenschaftliche Arbeit über ein medienrelevantes Thema ihrer Wahl, besuchen regelmäßig Seminare und gelegentliche Speziallehrveranstaltungen und können unter dem Motto "human contacts" persönliche Kontakte zu Vortragenden und Studierenden, Medienfachleuten und Praktikern knüpfen. Darüber hinaus werden Studien-Ausflüge zu großen Medienunternehmen in London, etwa Reuters, BBC und CNN, sowie zu politischen Einrichtungen wie House of Commons und Royal Institute of International Affairs unternommen.





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Dokument erstellt am 2017-06-14 14:43:15
Letzte ńnderung am 2017-06-15 10:12:24



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