• vom 29.09.2017, 15:49 Uhr

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Update: 29.09.2017, 18:52 Uhr

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Drei Filme bis zur Unsterblichkeit




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Von Barbara Dürnberger

  • Ein Abend mit James Dean: ServusTV widmet dem Ausnahme-Schauspieler einen Schwerpunkt.

"Ein Leben auf der Überholspur": James Franco als James Dean.

"Ein Leben auf der Überholspur": James Franco als James Dean.© splendid tv "Ein Leben auf der Überholspur": James Franco als James Dean.© splendid tv

Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Aron wächst der junge Cal (James Dean) auf einer Gemüsefarm in Kalifornien auf. Die Mutter starb bei der Geburt der beiden, der Vater Adam ist strenggläubig, die Erziehung dementsprechend strikt, die Erwartungshaltung des Vaters an seine beiden Söhne hoch. Während Aron der folgsame der beiden Brüder ist, der mit seiner Verlobten Abra ein bürgerliches Leben plant und sich dem Vater ohne Widerspruch unterordnet, leidet der aufmüpfige und sensible Cal unter seinem Vater und dem angespannten Verhältnis. Da erfährt er eines Tages, dass seine totgeglaubte Mutter Kate (Jo Van Vieet) am Leben ist. Sie leitet ein Bordell in der Nachbarstadt - ein verachtenswerter Lebensstil für Vater Adam, der deshalb befand, es sei besser, die Söhne im Glauben zu lassen, sie hätten keine Mutter mehr.

Cal sucht Kontakt zu seiner Mutter, ist jedoch enttäuscht von der Begegnung. Er bittet sie, ihm zumindest Geld für eine Geschäftsidee zu leihen. Denn er will sich endlich vor seinem Vater beweisen. Als Adam fast das gesamte Familienvermögen bei einer Spekulation verloren hat, bietet sich dafür die perfekte Gelegenheit und Cal will seinem Vater mit den ersten Geschäftseinnahmen aushelfen. Adam lehnt das Angebot seines Sohnes jedoch ab, wodurch sich Cal noch mehr von seinem Vater verstoßen fühlt.


Zudem kämpft Cal mit seinen Gefühlen für Ambra, der Verlobten seines Bruders, in die er sich verliebt hat. Es sind zu viele Fronten, an denen Cal gegenwärtig zu kämpfen hat und es bahnt sich eine Familientragödie an, nach der nichts mehr so sein wird, wie es einmal war...

"Jenseits von Eden" (Sa., 22.05 Uhr, ServusTV) ist Elia Kazans Verfilmung von John Steinbecks gleichnamigem Roman und begründete die kurze, aber intensive Karriere von James Dean als unsterbliche Schauspiellegende. Für die Besetzung der Hauptfigur Cal kursierten zwar durchaus prominentere Namen, Paul Newman und Marlon Brando sind nur zwei von ihnen. Doch die Wahl fiel am Ende auf den noch ziemlich unbekannten James Dean. Eine Entscheidung, die sich als Glücksgriff erweisen wird. Selbst Schauspielgrößen wie Newman oder Brando hätten die innere Zerrissenheit nicht besser darstellen können als James Dean, bestätigten Kritiker nach der Premiere.

Sein Erfolg in "Jenseits von Eden" markierte den Beginn einer vielversprechenden Karriere - und gleichzeitig ihr frühes Ende. Dean, seit jeher ein Fan schneller Autos, hatte nun nämlich endlich die nötigen Mittel und kaufte sich von seiner Gage seinen ersten Porsche. Es folgte die Hauptrolle in "Denn sie wissen nicht, was sie tun", der Film, mit dem er noch heute am meisten identifiziert wird und in dem ihm in seiner Darstellung eine emotionale Tiefe gelang, die ihresgleichen sucht.

Parallel zu seiner Filmkarriere, verfolgt er weiterhin seine zweite Leidenschaft und nimmt an Autorennen teil. Auch, als er die Dreharbeiten zu seinem dritten großen Hollywoodstreifen "Giganten" beginnt, lässt ihn der Drang nach Geschwindigkeit nicht los. Es war jedoch kein Rennen, sondern die Fahrt dorthin, die seinem Leben ein viel zu frühes Ende setzte. Ein tragischer Autounfall auf einem kalifornischen Highway. Sein Beifahrer und der Fahrer des anderen Autos überlebten. James Dean verstarb noch am Unfallort. Er wurde nur 24 Jahre alt.

Einen Einblick in sein bewegtes Leben gibt an diesem Abend die Filmbiografie "James Dean - Ein Leben auf der Überholspur" (Sa., 20.15 Uhr, ServusTV), in der James Franco - unglaublich authentisch - die Hollywood-Legende James Dean verkörpert. Das stimmungsvolle Porträt von Mark Rydell erzählt die Geschichte des begabten jungen Mannes aus Indiana, der nach New York ging, um Schauspieler zu werden. Durch intensive Recherche ermöglicht der Film einen Blick auf die Privatperson James Dean, der auch abseits der Kameras die Generation der nachdenklichen und ruhelosen Jugend der 1950er Jahre verkörperte.

Am Samstag jährt sich sein Todestag zum 62. Mal. "Wenn ein Mann den Übergang zwischen Leben und Tod meistert, wenn er auch nach seinem Tod weiterlebt, dann war er ein großartiger Mann" sagte James Dean einst. In seinen Augen wäre er demnach auch heute noch einer der ganz Großen.




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Dokument erstellt am 2017-09-29 15:54:06
Letzte ─nderung am 2017-09-29 18:52:30



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