• vom 29.09.2017, 17:47 Uhr

Medien


Medien

Trump will Facebook-Daten seiner Gegner




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Bürgerrechtler wollen Zugriff verbieten lassen.

Donald Trump will seine Gegner identifizieren. - © afp

Donald Trump will seine Gegner identifizieren. © afp

Washington. (bau) Die Frage, was in einem demokratischen Rechtsstaat geht und was nicht, das wird durch die Regierung Trump erneut auf die Probe gestellt. Nach der Generalkritik Trumps an Facebook Mitte dieser Woche (der Präsident hatte geklagt, Facebook hätte sich mit einigen Zeitungen gegen ihn verschworen) wurde nun bekannt, dass Trump offenbar gegen seine vermeintlichen Gegner im Netz hart durchgreifen will. Er machte dazu Druck auf Facebook, Daten von Personen herauszugeben, die Anti-Trump Kampagnen im Netz gelikt haben.

Doch das gestaltet sich nicht ohne Widerstand: Eine Bürgerrechtsgruppe in den USA will dem Weißen Haus nun gerichtlich den Zugriff auf Facebook-Daten von regierungskritischen Protestorganisatoren verwehren lassen. Die Bürgerrechts-Gruppe ACLU reichte nach eigenen Angaben einen entsprechenden Antrag vor Gericht ein. Damit will sie Versuche von Anwälten des Weißen Hauses blockieren, über Durchsuchungsbefehle an die privaten Daten tausender Facebook-Nutzer zu gelangen. In ihrem Antrag an das Gericht in Washington argumentierte die ACLU, der Antrag gehe viel zu weit. Er verletze einen Zusatzartikel der Verfassung, der die Bürger vor willkürlichen Durchsuchungen schützt.


6000 Personen betroffen
Die US-Regierung hatte von Facebook die Herausgabe aller Informationen zu drei Konten gefordert, die mit der Organisation der Proteste zu tun hatten. Die angeforderten Daten betrafen nicht nur detaillierte Angaben zu den Besitzern, sondern auch zu anderen Diskussionsteilnehmern sowie zu tausenden Nutzern, die diese Seiten "geliked" hatten. Davon betroffen wären allein die 6000 Besucher der Facebook-Seite "DisruptJ20".

Wegen eines Maulkorberlasses gegenüber Facebook wussten die drei Hauptbetroffenen laut ACLU zunächst nicht einmal, dass ihre Konten durchsucht werden sollten. Auf Proteste von Facebook hin hob die Regierung erst kürzlich die Nachrichtensperre hierzu wieder auf.




Schlagwörter

Medien, Digital, USA, Trump

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-09-29 17:51:08



Asterix

"Die Orgie wird kalt!"

Es ist kein Stau, es ist ein Rennen: Asterix und Obelix lassen die Konkurrenz Via-Appia-Staub fressen. - © Asterix® Obelix® Idefix ®/2017 Les Éditions Albert René "Caesar fühlt sich auf einmal sehr müde . . .", sagt Caesar. Man kann es dem Manne nicht verargen. Schließlich ist es schon wieder passiert... weiter




Graphic Novel

Anne Frank und die Generation iPhone

Eine Figur, so stark, dass man Angst hat: Fast hätten sich die Zeichner nicht zugetraut, Anne Frank gerecht zu werden. - © S. Fischer Verlag "Natürlich nicht!" David Polonskys Ablehnung war deutlich und instinktiv, als Ari Folman ihm vor vier Jahren von der Anfrage des Anne-Frank-Fonds aus... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Troll und Tod
  2. Fleiß, Herzblut, Achtsamkeit
  3. Maria auf dem Tagada
  4. Oscar-Nominierungen werden bekanntgegeben
  5. Seide, Eis und Zarathustra
Meistkommentiert
  1. Kurz besucht Berlin - "taz" kommentiert mit Biss
  2. "Trocknen Sie die homogenen Sümpfe aus"
  3. Kunst- und Kulturverbände präsentieren Forderungen an die Regierung
  4. Tagebuch des Untergangs
  5. Alles gut im zweiten Anlauf


Quiz


Wissensdurstig, neugierig, seelenvoll und nachdenklich sieht David Bowie auf den Aufnahmen aus. Hier in August Wallas Zimmer.

Die 75. Golden Globes wurden zur Bühne der Frauen mit einer Kampfansage an Sexismus, Missbrauch und Benachteiligungn. "Ich möchte, dass heute alle Mädchen wissen, dass ein neues Zeitalter am Horizont anbricht", sagte die US-Entertainerin Oprah Winfrey in ihrer Dankesrede nach Empfang des Ehrenpreises für ihr Lebenswerk - und rührte viele im Saal zu Tränen. "Zu lang wurden Frauen nicht angehört oder ihnen wurde nicht geglaubt, wenn sie den Mut hatten, gegen die Macht von Männern aufzubegehren." Deren Tage seien nun gezählt. Jetzt müssten alle dafür kämpfen, dass es in Zukunft niemanden mehr gibt, der als Opfer "Me too" sagen muss, mahnte Winfrey. Zur ganzen Rede Ein Gruppenfoto der PreisträgerInnen.

CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey, Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte.

Werbung



Werbung


Werbung