• vom 13.11.2017, 17:35 Uhr

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Update: 13.11.2017, 22:08 Uhr

Zustellservice

Wenn der Briefträger gar nicht klingelt




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Von Adrian Lobe

  • Amazon hat ein intelligentes Türsystem vorgestellt, mit dem Lieferdienste Pakete direkt in der Wohnung platzieren können.

Man muss nicht selbst zu Hause sein , wenn der Paketbote kommt. Ein intelligentes Schloss soll helfen. - © getty

Man muss nicht selbst zu Hause sein , wenn der Paketbote kommt. Ein intelligentes Schloss soll helfen. © getty

Wien. Wenn der Paketdienst ein Paket liefert und der Empfänger nicht zu Hause ist, führt das auf beiden Seiten zu erheblichem (bürokratischen wie logistischen) Mehraufwand. Der Briefträger muss die Sendung bei einem Nachbarn oder einer Packstation hinterlegen, wo der Adressat sie schließlich abholen kann. Hinzu kommt, dass das bloße Abstellen der Lieferware häufig zu Diebstählen führt. Der Versandhändler Amazon hat nun in den USA einen Dienst gestartet, der es Paketboten erlaubt, Päckchen direkt im Hauseingang abzulegen. Amazon Key, wie das System heißt, besteht aus einem digitalen Türschluss sowie einer WLAN-Kamera.

Zunächst bringt der Amazon-Kunde das Zahlenschloss an seiner Haustür sowie die Cloud-Cam in seiner Wohnung an (die Kosten für eine professionelle Installation durch einen Handwerker übernimmt Amazon). Kurz, bevor der Bote an der Haustür steht, erhält der Empfänger auf seinem Handy eine Nachricht ("Arriving Now"), die ihn über die Ankunft des Paketdienstes informiert. Der Fahrer klopft beziehungsweise klingelt zunächst an der Tür, für den Fall, dass doch jemand zu Hause ist.


Der Bote darf aufsperren
Über einen verschlüsselten Authentifizierungsprozess überprüft Amazon, ob der richtige Fahrer an der richtigen Adresse ist. Ist die Verifizierung erfolgreich, sperrt Amazon ferngesteuert die Türe auf und gewährt dem Lieferanten Einlass. Der Bote stellt dann das Paket im Eingangsbereich ab und schließt das Türsystem wieder ab. Der Paket-Drop-off wird per Videokamera dokumentiert. Der Kunde kann sich live in Echtzeit in die Cloud-Cam einschalten oder nach der Sendungslieferung einen Clip anschauen - als Sicherheit, dass der Bote keine Gegenstände entwendet. Das Türsystem ist bisher nur Amazon-Prime-Kunden vorbehalten und startete vergangene Woche in 37 US-Städten.

Intelligente Türsysteme sind in den USA auch in andern Sparten auf dem Vormarsch. Die US-Handelskette Walmart testet im Silicon Valley in Kooperation mit August Home, einem Hersteller für vernetzte Türschlösser, eine Direkt-Zustellung nach Hause, bei der künftig auch Waren in der Garage oder im Kühlschrank der Kunden deponiert werden sollen. Den Zustelldienst übernimmt das Start-up Deliv, ein Spezialist für Same-Day-Delivery (Lieferung noch am selben Tag), dessen Kuriere via einmaligen Zugangscode Eintritt in die Wohnung erhalten und die Ware dort abstellen können (bei Amazon Key erhalten die Zusteller keinen Code).

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Dokument erstellt am 2017-11-13 16:38:06
Letzte nderung am 2017-11-13 22:08:55



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