Wien. Wer nach den ursprünglichen Angaben der ProSiebenSat1-Gruppe gedacht hatte, dass statt Austria9 ein österreichischen Frauensender kommt, dürfte enttäuscht werden. Zwar stellt die Sendergruppe das von ihr gekaufte Austria9 mit Juli ein, der Nachfolger wird allerdings eine heimische Version des Frauensenders sixx namens sixx Austria. Der Grund, weshalb die deutsche Sendergruppe den österreichischen Sender gekauft hat und ihn danach einstellt, liegt an der technischen Verbreitung von Austria9: "Durch den Kauf von Austria9 können wir von den Vorteilen eines bestehenden und bereits aktiven Senders maßgebend profitieren", so ProSiebenSat1-Austria Geschäftsführer Markus Breitenecker.
Bisher wenig aus Österreich
Der Österreichbezug auf dem neu empfangbaren Sender hält sich - zumindest vorerst - in engen Grenzen. Zu sehen sind die Show "Koch mit! Oliver" sowie eine Wiederholung sämtlicher "Austria’s next Topmodel"-Staffeln. Das Rahmenprogramm liefert indes das deutsche sixx. Zu sehen sind tägliche Serien wie "Grey’s Anatomy", "Desperate Housewives", "Life Unexpected", "Gossip Girl" usw. Zielgruppe sind Frauen zwischen 18 und 49 Jahren.
Konkrete Quotenerwartungen wollte Breitenecker nicht preisgeben, mittelfristig soll er sich "als Spartensender Nummer eins" etablieren, also höhere Quoten erzielen als ORFIII, ORF Sport plus und ATV2. Dass er mit sixx Austria auch den eigenen Sender Puls4 kannibalisieren könnte, befürchtet Breitenecker nicht. Grundsätzlich soll sixx Austria als Werbeplattform für die übrigen Sender dienen: "Wir wollen den Wachstumskurs von durchschnittlich über 20 Prozent aufrechterhalten. Dafür brauchen wir eine Vergrößerung der Angebote", so Breitenecker. Sixx Austria soll somit als "Bodyguard für Puls4 zur Verfügung stehen".
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