Haute Couture-Modenschauen in Paris in Bildern
Glamourös, sexy und wenig alltagstauglich
Seitennavigation
Paris. (weg) Alles drehte sich um die Mode: Von 1. bis 5. Juli zeigten 23 Modehäuser und zahlreiche unbekanntere Designer ihre Kreationen in Paris. Donatella Versace eröffnete die Pariser Haute Couture-Schauen Herbst/Winter 2012/13. Mit weiteren Kollektionen von internationalen Designer wie Raf Simons für Dior, Karl Lagerfeld für Chanel, Giambattista Valli, Frank Sorbier, Jean Paul Gaultier und Maria Grazia Chiuri und Pier Paolo Picciolo für Valentino, die aufgeteilt auf fünf Tage präsentiert wurden, verwandelte sich Paris wieder einmal in das Mekka für Mode-Liebhaber.
Farben wie EdelsteineGlamourös, sexy und wenig alltagstauglich hat Donatella Versace die Modenschauen Sonntagabend eröffnet. Im Pariser Ritz-Hotel präsentierte Donatella ihre Corsagenkleider aus hauchzarter Seide, die sie abwechselnd einmal lang und einmal kurz über den Laufsteg schickte. Dass sich diese Kleider eher für tropische Partynächte, als für einen Tag in dem Büro eignen, wird beim Hinblick klar. Auch klar ist, dass sich Versace für diese Kollektion wieder ihre hochwertige Handwerkskunst betätigt hat: Auf Seide ließ sie unter anderem Mondmotive drucken, die sie dann mit Plastik beschichtete. Dies erzielte eine Glasfenster-Optik, die die Kleider in Aquamarin, Türkis und Rosenquarz wie Edelsteine schimmern ließ.
Dekonstruierte BlumenAm Montag präsentierte Raf Simons, der im vergangenen April zum Chefdesigner des Modehauses Dior gekürt wurde, sein gelungenes Haute Couture-Debüt. Unter den Gästen waren namenhafte Designerkollegen wie Marc Jacobs, Alber Elbaz und Donatella Versace, die gespannt in dem beeindruckendem Setting mit über einer Million Blüten geschmückten Räumen, die Kreationen von Simons begutachteten. Für seine Kollektion holte sich Simons Inspiration von den Entwürfen aus den 1940er-Jahren, die Christian Dior "Flower Women" betitelte. Die berühmte "Blütenkelchlinie" mit schmalem Oberteil und sich öffnendem weitem Rock dekonstruierte er auf sanfte Weise, zum Beispiel in einem Straßenkostüm mit Herrenstoffen.
Zuckerbäcker und HimmelskörperKarl Lagerfeld ließ sich für seine "New Vintage"-Chanel Show am Dienstag von Entwürfen von Coco Chanel aus den 1930er-Jahren inspirieren: Überlange Seidenröcke, in grau und rosa Töne gehaltene Mäntel und pastellige Kostüme waren das Resultat. Des Weiteren beinhaltete seine Kollektion "Zuckerbäckerentwürfe" im 1970er-Jahre-Stil: rosarote und silberne Gewänder mit Pompons oder Stoffblüten besetzt. Armani hingegen holte "den Himmel auf den Laufsteg". Fast fliegend wirkende Entwürfe wurden präsentiert: Degrade-Drucke auf Organza, fließende Marlenehosen in nachtschwarzen Seidensamt und elegante, kostbare Abendroben, die wie der Nachthimmel glitzerten.
Alles hat ein EndeAm Mittwoch zeigte Jean Paul Gaultier als einer der letzten der Designer seine Kollektion. Gaultier holte sich Inspirationen aus dem 19.Jahrhundert, Pariser Romantik, Symbolismus und Dekadenz. Er schickte weibliche Dandys im Smoking und Abendfrack und frivole Ladies in fließenden Seidenkleidern auf dem Laufsteg.
Chambre Syndicale | Organisator der Schauen: http://www.modeaparis.com/en