
Das Österreichische Kulturforum in der New Yorker 52nd Street feiert heuer sein zehnjähriges Bestehen - und "heuer" ist dabei wörtlich gemeint. So laufen im legendären Miniaturhochhaus des Architekten Raimund Abraham bereits seit Monaten Konzertreihen und Ausstellungen. Nun wandert der Tross der Feierlichkeiten nach Österreich: Den Auftakt macht am 31. August das Wiener Porgy & Bess mit einem Konzertzyklus. Danach folgen zwei Symposien.
Der Jazzclub Porgy & Bess beendet für das Kulturforum eigens seine Sommerpause etwas früher und eröffnet mit der Schiene "A Different Beat on 52nd Street – 10 Years ACFNY" am 31. August die neue Saison. Bis 2. September sind drei Konzerte angesetzt, wobei den Auftakt das Klangforum Wien und das Hugo Wolff Quartett gestalten, die bereits beim Eröffnungskonzert für das neue Haus in New York am 18. April 2002 aufspielten. Danach folgen am 1. September das Christoph 'Pepe' Auer Trio sowie Franz Hackl & Peter Herbert & Mino Cinelu. Den Abschluss bildet am 2. September Alex Machaceks FAT Trio, wobei FAT hier für Fabulous Austrian Trio steht. Man präsentiert mit Gary Husband an der Seite die Mitte September erscheinende CD.
Am 11. Oktober kommt Kulturforumschef Andreas Stadler dann erneut nach Österreich. Die Universität Wien hält dann ein historisches Symposium zur Geschichte des Antisemitismus an der Bildungseinrichtung ab, bei dem neben Stadler auch Eric Kandel auf der Bühne erwartet wird.
Beschlossen werden die Feierlichkeiten auf heimischen Boden Ende November. Dann ist ein Symposium an der Akademie der Wissenschaften angesetzt, das sich der Zukunft der Kulturdiplomatie im Allgemeinen und dem New Yorker Kulturforum im Speziellen widmet.
New Yorker Kulturforumsdirektor Andreas Stadler hört 2013 auf
Andreas Stadler zeichnet seit dem 1. September 2007 als Direktor des New Yorker Kulturforums für den Auftritt Österreichs in der US-Metropole verantwortlich. Der gelernte Diplomat folgte auf Christoph Thun-Hohenstein (1999 bis 2007) und Wolfgang Waldner (1988 bis 1999). Das Kulturforum hat sich bis dato also als Karrieresprungbrett erwiesen, ist Thun-Hohenstein heute doch Direktor des Wiener Museums für angewandte Kunst (MAK), Waldner wechselte vom MQ-Chefposten in die Politik. Im Interview spricht Stadler über seine Zukunftspläne nach Auslaufen seines Vertrages 2013, postmigrantische Kulturpolitik und die finanzielle Ausstattung der Salzburger Festspiele.
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