• vom 25.09.2012, 17:38 Uhr

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berühmt und berüchtigt



Nicholas

Nicholas

Der Burgschauspieler Nicholas Ofczarek (41) wird sich wohl noch das eine oder andere Mal fragen, warum er sich das angetan hat. Am Montag wurde im Rabenhof Theater das Buch "Claustria" von Regis Jauffret präsentiert, aus den Nicholas Ofczarek vor Ort las. Das Buch sorgte für Aufregung, weil es die Geschichte rund um den Fall "Fritzl" thematisiert und dabei zwischen "Küchenpsychologie" und Österreich-Bashing hin und her schwankt. Ofczarek der anfangs noch neutral an die Sache heranging, stellte das Buch noch am selben Abend infrage. Vor allem als die Ehefrau Fritzls als das Sinnbild der österreichische Frau zur Sprache kam, wurde es dem "Braunschlag"-Star zu bunt: "Da war es bei mir persönlich aus", so der Schauspieler im Interview mit dem ORF.

Til Schweiger (49) ist bekannt als ein Mann der ausgesprochen direkten Worte, der jedoch auch zu einem gewissen Hang der Selbststilisierung neigt. Dass diese Eigenschaften zwar für den Film ganz hilfreich sein können, ist bekannt, aber auch privat nimmt Schweiger kein Blatt vor dem Mund. Im Zuge seiner Promotour für seinen neuen Film "Schutzengel" gab Schweiger ein Interview mit der dpa, in dem er sich über seine Kritiker auslässt: "Das Verhältnis Feuilleton/Til Schweiger, das wird nix mehr, das passt nicht zusammen. Wir haben unterschiedliche Erwartungen ans Kino. Deswegen habe ich auch vor Jahren schon gesagt: Ich zeige euch meine Filme nicht mehr vorab. Wenn ihr den Film niedermachen wollt, dann geht ins Kino und blendet aus, dass um euch herum 700 Leute sitzen, die sich totlachen."

Bescheidener ist da sein Kollege aus Hollywood Morgan Freeman (75), obwohl das Wort "bescheiden" eher durch "asketisch" zu ersetzen wäre. Der US-Schauspieler und Regisseur kommt mit einer einzigen Mahlzeit durch den Tag. "Ich esse nur einmal am Tag, das muss reichen", so der 75-Jährige zum Fernsehsender Tele 5. "Abends gibt es höchstens noch ein paar Weintrauben und Nüsse." Wohl bekomm’s.

John Irving (70), der Mann fürs Absurde hat es wieder getan: Der amerikanische Schriftsteller, dessen Geschichten unter anderem auch immer wieder für Hollywood-Inszenierungen ihren Weg auf die Leinwand finden ("Gottes Werk und Teufels Beitrag"), erzählt wieder ein Panoptikum unserer Gesellschaft. In seinem Buch "In einer Person" beschreibt er das Leben eines jungen Mannes, der zwischen den Geschlechtern steht. Bisexualität in einer von konservativen Moralvorstellungen geprägten Gesellschaft, so der Grundtenor der Geschichte. Immer mit einem Schuss Irving’scher Groteske.

Dass der Lebensstil homosexueller Frauen und Männer scheinbar immer noch nicht vollends in die gesellschaftliche Mitte gerückt zu sein scheint, beweist uns Paris Hilton (31). Ihr wurde vor kurzem ein heimlicher Mittschnitt eines Gesprächs zum Verhängnis. Einem Taxifahrer erklärte sie, dass "Schwule widerlich" seien. Dieser Auszug ist dabei aber noch der freundlichste Teil der Unterhaltung. Selbstredend versuchte man anschließend mittels Presseaussendung zurückzurudern.

Der am 21. August 2010 an Krebs verstorbene Theater- und Opernregisseur Christoph Schlingensiefarbeitete bis zum Ende hin noch an seinen Memoiren. Wie in seiner Professur dem Inszenieren in Theater und Oper war Schlingensief auch hier ein ewig Getriebener seiner eigenen Arbeit. "Er war noch sehr unzufrieden mit dem Stadium, hat noch viel dran herumgewurschtelt", sagt seine Witwe Aino Laberenz. Diese war es auch, welche die hinterlassenen Materialien neu ordnete und am 8. Oktober unter dem Titel "Ich weiß, ich war’s" herausgebenwird.Fotos:epa, dapd, dpa



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Dokument erstellt am 2012-09-25 17:44:06


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