• vom 06.03.2013, 17:11 Uhr

Kultur

Update: 07.03.2013, 11:59 Uhr

Zoom

Im Reich der Ritter




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Von Petra Paterno

  • Das Zoom-Kindermuseum zeigt eine neue Schau zum Mittelalter

Faszination Mittelalter: keine Kindheit ohne Ritter, Drache, Burgfräulein. - © Foto: Zoom/Winkler/Hofmann

Faszination Mittelalter: keine Kindheit ohne Ritter, Drache, Burgfräulein. © Foto: Zoom/Winkler/Hofmann

Einmal hoch zu Ross einen Bären jagen? Geschwind die Prüfung zum Knappen auf einem Einhorn ablegen? Oder lieber als Burgfräulein durch die Stadt flanieren? Die neue Ausstellung im Zoom macht’s möglich. In "Es war einmal . . . das Mittelalter" hat sich das Kindermuseum im Museumsquartier ganz jener historischen Epoche verschrieben, die Kinder wie kaum eine andere fasziniert.

Mangelgesellschaft
"Das Mittelalter ist in der Kinderkultur überaus populär", sagt Zoom-Direktorin Elisabeth Menasse-Wiesbauer. "Kinder bauen Sandburgen, verkleiden sich als Ritter oder Burgfräulein. Unzählige Spiele, Märchen, Bücher und Filme haben das Mittelalter zum Inhalt. In der Ausstellung können diese Mittelalterbilder und -klischees überprüft und kontextualisiert werden." Im Zentrum der Schau steht das Alltagsleben der Menschen im Spätmittelalter. "Es war eine Mangelgesellschaft", sagt Kurator Peter Kozek, "wir veranschaulichen historisch möglichst präzise den täglichen Kampf mit den harten Lebensbedingungen."

Information

Ausstellung
Es war einmal ... das Mittelalter!
Zoom-Kindermuseum
Für Kinder von 6 bis 12 Jahre
7. März bis 1. September


Der Vorhang zum Ausstellungsraum öffnet sich, und man befindet sich mitten in einem Wald. Die Installation mit echten Baumstämmen duftet nicht nur wunderbar, das junge Publikum ist auch angehalten, einfache Holzarbeiten zu erledigen, um eine Ahnung von der schweren Waldarbeit anno dazumal zu bekommen.

Ein rekonstruiertes einfaches Bauernhaus vermittelt anschaulich, wie bescheiden die ländliche Bevölkerung seinerzeit gelebt hat. Selbst an ein kleines Bergwerk haben die Ausstellungsmacher gedacht, mit Miniaturgrubenlampen können die Kinder Erze und anderes Gestein ausgraben.

Handwerkliche Fähigkeiten sind in den Ausstellungs-Stationen Kirche (Schreiben mit Federkielen!) und Stadt gefragt: Dort kann man Münzen prägen, in einer Apotheke Kräuter mischen, Schnabelschuhe probieren, sich als Burgfräulein oder Ritter verkleiden.

Knappenprüfung
Höhepunkt der Mitmachausstellung dürften wohl die beiden Holzpferde sein, auf deren Rücken man, bewaffnet mit Lanzen und Wurfgeschossen, Geschicklichkeitsübungen machen kann, die der Knappenprüfung nachempfunden sind.

Kindesch und kluoc ist die Schau geraten, mittelhochdeutsch für: kindgerecht und klug.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2013-03-06 17:14:06
Letzte Änderung am 2013-03-07 11:59:12



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