• vom 04.03.2017, 08:30 Uhr

Kultur

Update: 06.03.2017, 22:24 Uhr

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Revoluzzerinnen von einst und Pop-Feministinnen von heute


Mary Wollstonecraft (1759 - 1797) gilt als die erste Feministin Englands. Das bekannteste Werk der Schriftstellerin, Übersetzerin und Philosophin, "A vindication of the rights of woman" ("Verteidigung der Rechte der Frau") tritt für eine Gleichberechtigung von Mann und Frau ein. - © By John Opie - Tate Britain, Public Domain, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2358904" target="_blank">https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2358904</a>  <div>War sie Österreichs erste bekannte Feministin? Die österreichische Pazifistin und Schriftstellerin Bertha Freifrau von Suttner ("Die Waffen nieder") regte die Stiftung des Friedensnobelpreises an, mit dem sie selbst 1905 als erste Frau ausgezeichnet wurde. Suttner wurde am 9. Juni 1843 in Prag geboren und starb am 21. Juni 1914 in Wien.<br /></div> - © APAweb  Oder war es Adelheid Popp (1869 - 1939), die Begründerin der proletarischen Frauenbewegung in Österreich? - © Gemeinfrei, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17693758" target="_blank">https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17693758</a>  Johanna Dohnal war ab 1990 Österreichs erste Frauenministerin. Die bekennende Feministin gilt als als Ikone der österreichischen Frauenbewegung. Dohnal verstarb 2010. - © APAweb/Herbert Pfarrhofer  "Man ist nicht als Frau geboren, man wird es," ist wohl der bekannteste Satz der der französischen Philosophin und Schriftstellerin Simone de Beauvoir.  Ihr Werk  "Das andere Geschlecht" ist das bekannteste, es gilt als ein Grundlagenwerk der zweiten Welle des Feminismus. Die erste Welle, ... - © Von Moshe Milner, Flickr - Government Press Office CC BY-SA 3.0, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39952804" target="_blank">https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39952804</a>  .. auch "historischer Feminismus" genannt, steht in der Tradition von Feministinnen wie Olympe de Gouges (1748–1793), Mary Wollstonecraft oder Virginia Woolf (1882–1941, im Bild), auf die Beauvoir sich auch berief.  - © Harvard Theater Collection, Houghton Library, Harvard University, Gemeinfrei, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36753923" target="_blank">https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36753923</a>  Clara Zetkin (1857 bis 1933) kämpfte für das Frauenwahlrecht und setzte sich für das Recht der Frauen auf Erwerbstätigkeit und für ihre gewerkschaftliche Organisierung ein. Denn mit Frauen, die "den Reichtum ihrer Gefühle in einem Fingerhut oder in einem Kochtopf" gefangen halten, lässt sich keine Revolution machen.  - © Gemeinfrei, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31848642" target="_blank">https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31848642</a>  Angela Davis engagierte sich ab den 1960er-Jahren für die verfolgten Kommunisten in den USA und die Black Panther Party. Ihre Flucht und Inhaftierung  machte sie weltweit zur Ikone von Aktivisten; die Rolling Stones widmeten ihr den Song "Sweet Black Angel". Sie engagiert sich bis heute als Wissenschafterin und Aktivistin gegen die Unterdrückung. 1975 bis 1977 lehrte Davis African American studies am Claremont College und später women’s and ethnic studies an der San Francisco State University. Ende 2013 trat Davis die erste Angela-Davis-Gastprofessur für internationale Gender- und Diversity-Studies an der Universität Frankfurt am Main an. - © APA, AFP, SOLARO  Die US-amerikanische Philosophin und Philologin Judith Butler wurde Ende der 1980er Jahre mit ihren Texten zur feministischen Theorie bekannt. Mit "Das Unbehagen der Geschlechter" initiierte sie 1990 die Queer-Studies. - © Jreberlein in der Wikipedia auf Englisch [GFDL (<a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html" target="_blank">http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html</a>), CC-BY-SA-3.0 (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank">http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/</a>) oder CC BY 2.5 (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.5" target="_blank">http://creativecommons.org/licenses/by/2.5</a>)], via Wikimedia Commons  Franca Rame (1929-2013) brachte in Italien Frauenthemen zum Weinen, Lachen und Denken auf die Bühne. Ihre Szenenfolge <span style="font-style: italic;">In tutto casa, letto e chies</span>a (deutsch: <span style="font-style: italic;">Nur Kinder, Küche, Kirche</span>) wird auch heute weltweit gespielt. - © Archivio Franca Rame - francarame.it  bell hooks (* 25. September 1952 als Gloria Watkins) beschäftigt  sich mit Feminismus und Gender-Fragen, Antirassismus, Klassismus und Kulturkritik. Dabei geht sie von der Verknüpfung verschiedener Machtmechanismen aus und fokussiert dabei vor allem "weiße Vorherrschaft, Kapitalismus und Patriarchat", die es zu überwinden gelte, ohne dabei auf andere Herrschaftsformen zurückzugreifen. Davon ausgehend sieht die US-Wissenschafterin auch eine Integration in die Kultur der Weißen als Assimilation und daher als nicht anstrebenswert. Stattdessen sucht sie Wege zu einer widerständigen Kultur. - © By Alex Lozupone (Tduk),  CC BY-SA 4.0, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45637047" target="_blank">https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45637047</a>  Frigga Haug (1937) ist eine deutsche Soziologin und Philosophin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Themen der weiblichen Vergesellschaftung und Frauenpolitik, Arbeit und Automation, Lernen und sozialwissenschaftlichen Methoden. Nach ihren Schriften zur Arbeitsforschung veröffentlichte sie Arbeiten zu Marxismus und Feminismus sowie zur Kritischen Psychologie, zum Lernen und seit den 1980er Jahren neun Bücher zur Erinnerungsarbeit, zur Frauenpolitik und zu Rosa Luxemburg.  Haugg ist Vorsitzende des Berliner Instituts für kritische Theorie. - © HerbertErwin, Copyrighted free use, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54314445" target="_blank">https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54314445</a>  <div>Alice Schwarzer ist wohl die bekannteste Feministin Deutschlands. Die von ihr gegründete feministische Zeitschrift "Emma" feiert heuer ihren 40. Geburtstag. </div> - © APAweb/dpa/Henning Kaiser  Die US-amerikanische Schauspielerin Emma Watson (26) ist Botschafterin der Frauenorganisation UN Women. Zu ihrem Amtsantritt hielt sie 2014 eine viel beachtete feurige Rede (<a href="http://bit.ly/XO60yr" target="_blank">http://bit.ly/XO60yr</a>) Bekannt wurde sie mit 11 Jahren, als sie in den "Harry Potter"-Filmen die weibliche Hauptrolle übernahm. Zuletzt hat sie einen feministischen Buchclub gegründet, der innerhalb kürzester Zeit 23.000 Mitglieder hatte. - © APAweb/AFP/Johannes Eisele  Die US-amerikanische Sängerin Amanda Palmer sorgte 2009 für einen Skandal: Zahlreiche britische Radiosender hatten sich geweigert, das von ihr veröffentlichte Lied "Oasis"  zu spielen. In diesem Lied singt sie von Abtreibung - heute ist Palmer Mutter eines Kindes. - © APAweb/AFP/Gabrielle Motola  Die US-amerikanische Sängerin Alicia Keys bekannte sich 2016 dazu, fortan kein Makeup mehr zu verwenden.  - © APAweb/AFP/Saul Loeb  <div>Die US-amerikanische Comedien Amy Schumer sorgt mit ihren Zoten für Aufsehen.</div><div><br /></div> - © APAweb/AFP/Mark Ralston  Lena Dunham ist eine der bekanntesten Gesichter des Pop-Feminismus. Bekannt wurde die Produzentin und Schauspielerin mit ihrer HBO-Serie "Girls", die von vier Freundinnen in New York handelt.  - © APAweb/Evan Agostini/Invision/AP  Auch sie bekennt sich zum "F"-Wort: Grammy-Preisträgerin und Pop-Star Beyonce Knowles.  - © APAweb/Chris Pizzello/Invision/AP 



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Von WZ Online

  • Mary Wollstonecraft, Bertha von Suttner, Alice Schwarzer, Beyonce Knowles: Außer dem Kampf für Gleichstellung haben Feministinnen von heute nicht mehr viel mit ihren Vorreiterinnen am Hut.





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Dokument erstellt am 2017-03-02 11:12:12
Letzte Änderung am 2017-03-06 22:24:15


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