• vom 07.03.2017, 14:16 Uhr

Kultur

Update: 07.03.2017, 14:27 Uhr

Modellbaumesse

Die Faszination der Miniaturen




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Von Mathias Ziegler

  • Am 11. und 12. März findet zum zehnten Mal die Modellbaumesse Go Modelling im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum statt.

Insgesamt 43 kommerzielle Aussteller (Händler und Hersteller) sowie 42 Vereine oder Privatpersonen aus ganz Europa kommen am 11. und
12. März im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum (HGM) zusammen. Zum zehnten Mal veranstaltet dort die International Plastic Modellers Society (IPMS) ihre Modellbaumesse Go Modelling.

Der Standort bestimmt aber nicht unbedingt den Inhalt, sagt Thomas Reichl vom HGM, auch wenn Militärfahrzeuge in der Szene sehr verbreitet sind. "Wie jedes Jahr gibt es auch heuer einen Wettbewerb, bei dem die besten Modelle prämiert werden. Da gibt es zwar naturgemäß viele Militärmodelle, von Flugzeugen über Schiffe bis hin zu Panzern, aber es ist überhaupt nicht auf dieses Thema beschränkt." Zumal diesmal das Motto "Einfach tierisch" lautet, also sind entsprechende Modelle zu erwarten.

Information

Go Modelling 2017

11. und 12. März, 9 bis 17 Uhr

im Heeresgeschichtlichen Museum, Arsenal, 1030 Wien

Eintritt: 6 Euro (Ermäßigt: 4 Euro), bis zum vollendeten 19. Lebensjahr gratis.

Infos unter www.hgm.at, www.ipms.at

Das wird sich wohl auch bei den ausgestellten Dioramen zeigen, bei denen ganze Landschaftsszenen aufgebaut werden. Zwar dominieren auch hier üblicherweise Römer, Ägypter, Indianer oder Weltkriegsszenen, aber entsprechend dem Motto mag durchaus auch so manches Zoo-, Bauernhof- oder Savannendiorama dabei sein.

Eigenbau-Spielfiguren

Daneben gibt es auch immer Actionplayer, die auf ihren Spieltischen sämtliche Utensilien selbst zusammenbauen. Da entstehen zum Beispiel kleine Raumschiffe oder Panzer für Strategiespiele oder auch Fantasy-Landschaften, in denen etwa selbstbemalte Figuren um Eigenbau-Burgen kämpfen. "Da gibt es sicher auch heuer wieder drei bis vier Spielrunden", meint Reichl.

Die aktiven Teilnehmer der Go Modelling kommen nicht nur aus Österreich, sondern auch aus den Nachbarländern Deutschland, Tschechien, Slowakei und Ungarn. "Dort gibt es einen sehr großen Modellbaumarkt", erklärt Reichl. Aber auch aus Polen, der Ukraine, Lettland, Frankreich und Kroatien reisen Modellbauer nach Wien an. Neben Kunststoff kommen auch Holz und Papier als Materialien zum Einsatz, um kleine Welten zu schaffen.

Kostenloser Workshop für Kinder

Ein Höhepunkt sind jedes Jahr auch die bewegten Modelle: In einem eigenen Bereich kurven ferngesteuerte Sportautos, Geländewagen und eben auch Panzer durch das Museum. "Da machen wir eine Ausnahme bei den Hausregeln", meint der HGM-Mitarbeiter schmunzelnd.

Eine weitere große Attraktion ist das Kinderbasteln: Profi-Modellbauer stellen an beiden Tagen kostenlose Bausätze zur Verfügung und helfen Interessierten ab dem Volksschulalter beim Zusammenbauen. "Die IPMS will dabei zeigen, dass Modellbau nicht nur etwas für Pensionisten ist, sondern auch für junge Leute", meint Reichl. Feinmotorik und Konzentration kann man schließlich nicht zu früh trainieren.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-03-07 14:20:08
Letzte Änderung am 2017-03-07 14:27:03



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