• vom 10.01.2018, 15:00 Uhr

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    James

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    Der nächste Hollywood-Prominente im Kreuzfeuer der MeToo-Bewegung ist Schauspieler und Autor James Franco. Bei den Golden-Globes, bei denen er für den Film "Disaster Artist" ausgezeichnet wurde, trug Franco einen Solidaritäts-Pin mit der Aufschrift "Time’s up". Das erzürnte Kolleginnen, die ihm via Twitter sexuelle Belästigung und somit Heuchelei vorwarfen. Ally Sheedy, bekannt aus dem Film "Breakfast Club", schrieb etwa Andeutungen, die sie später gelöscht hat. Sheedy hatte am Broadway mit Franco gearbeitet. In einer Talkshow wurde Franco am Dienstag zu den Vorwürfen befragt. Er wies sie zurück: "Ich habe keine Ahnung, was ich Ally Sheedy angetan habe. Ich hatte nichts anderes als eine großartige Zeit mit ihr und absoluten Respekt vor ihr." Vor einigen Jahren hatte Franco für Aufregung gesorgt, weil er mit einer 17-Jährigen in einem Chat geflirtet hatte.

    Diese Geschichte dürfte Catherine Deneuve wieder auf die Palme bringen. Die französische Schauspielerin ist eine der Prominenten (wie Schriftstellerin Catherine Millet), die einen offenen Brief gegen die "Denunziationskampagne gegen Männer" unterzeichnet hat. In dem Brief wird die "Freiheit zu belästigen" gefordert: "Vergewaltigung ist ein Verbrechen. Aber eine beharrliche oder ungeschickte Anmache ist nicht strafbar." Die derzeitige Debatte spiele nur Moralaposteln und religiösen Extremisten in die Hände.


    Rapper P. Diddy weiß wiederum eine Episode an einer anderen Front der Political Correctness für PR-Zwecke zu nutzen. Jenem schwarzen Buben, den H&M in in einem Sweater mit dem Aufdruck "Coolest Monkey In The Jungle" abgebildet hat, was zu Rassismusvorwürfen geführt hat, bot P. Diddy nun einen millionenschweren Model-Vertrag an. Fotos:afp/ap




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    Dokument erstellt am 2018-01-10 16:53:05



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