• vom 20.04.2017, 15:53 Uhr

Museum


Psychoanalyse

Sigmund Freud Museum wird renoviert




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Wien. Wien begleicht eine alte Schuld und investiert zugleich in einen Touristenmagneten: Das Sigmund Freud Museum in der Berggasse 19 wird bis 2020 saniert und erweitert. "Das ist unsere Schuldigkeit gegenüber Sigmund Freud", betonte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny am Donnerstag im Rahmen eines Mediengesprächs. Sein Ressort beteiligt sich mit 1,69 Millionen Euro an dem vier Millionen schweren Projekt.

    Die Besucherfläche wird auf mehr als 400 Quadratmeter ausgebaut und die Fassade in den Originalzustand restauriert. Im Erdgeschoß hält ein Café Einzug, Garderoben- und Sanitärräume werden eingerichtet. Die Ordination im Hochparterre, die bisher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich war, soll zum Dauerschauplatz für die hochkarätige zeitgenössische und Konzeptkunst-Sammlung der Freud Privatstiftung werden.


    Bund steuert bei
    Für den ersten Bauschritt steuert auch das Bundeskanzleramt 844.000 Euro bei, die zweite Hälfte an Bundesmitteln in etwa derselben Höhe soll in einem zweiten Schritt vom Wissenschaftsministerium in den Ausbau der Bibliothek fließen. 1,4 Millionen Euro bringt die Privatstiftung selbst auf. "Uns war von Anfang an klar, dass wir uns da beteiligen werden", unterstrich Kulturminister Thomas Drozda, und auch Vizekanzler und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner werde "sehr dahinter sein", die weiteren Mittel freigeben zu können.

    Das Verhältnis der Stadt Wien zu Freud war kein einfaches. Heute sei das Haus in der Berggasse aber untrennbar mit dem "Siegeszug der Psychoanalyse" und mit Freuds kulturtheoretischen Beiträgen, "die das Denken des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus weltweit geprägt haben", verbunden, so Mailath-Pokorny. Von der Erweiterung verspricht man sich jedenfalls höhere Einnahmen.




    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-04-20 15:57:06



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Pop als Kunstwerk
    2. Die Einzelwertungen des Jahres 2017
    3. Der Nächste, bitte
    4. Moonwalk in die Ewigkeit
    5. Kleine Stimme, große Kunst
    Meistkommentiert
    1. Johnny Hallyday tot
    2. Kleine Stimme, große Kunst
    3. Bruckner als Kraftwalze

    Werbung




    CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

    Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

    Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

    Werbung



    Werbung