
Im vorigen Jahr konnte man im Forum Schwechat beim Satirefestival das Zehn-Jahr-Jubiläum feiern. Auch heuer gibt es einen Anlass: Das Bestehen des "Theater Forum Schwechat" seit 20 Jahren. Nichts wäre geeigneter, als dies mit einem gelungenen Festivalprogramm zu begehen: voller Kabarett, Theater, Literatur und Chanson, das von 18. Jänner bis 3. März viele der interessantesten Satiriker Österreichs und Deutschlands versammelt. Dabei gibt es auch so manchen Blick auf Neues.
Als Eröffnungs-Stargast wird am Mittwoch, dem 18. Jänner, der deutsche Meistersatiriker Wiglaf Droste einen Querschnitt aus seinen besten und aktuellsten Satiren vortragen. In der Folge gibt es mit einigen Schwechater Stammgästen ein satirisch-kabarettistisches Wiedersehen.
Gunkl philosophisch-kabarettistisch
I Stangl präsentiert seine Forschungsergebnisse aus der Ungustl-Forschung und angewandten Schwachsinnistik, während Gunkl sich philosophisch-kabarettistisch mit den großen Kränkungen der Menschheit befasst. Und die Brennesseln werden auch in ihrem 31. Programm ("Mutig in die neuen Pleiten") nicht müde, an jenem Zeug zu flicken, in das sich die Mächtigen nicht legen.

Thomas Maurer ist wieder dabei; auch er schon ein Bühnenveteran, der auf stolze 22 erfüllte Bühnenjahre mitsamt ihren Krisen zurückblickt. Erich und Inge Sedlak werden gemeinsam satirische Blitzlichter vortragen, während Andrea Händler auf ihrer satirischen Tour de Force zeigt wie heiter ein bescheidener Versuch, endlich vernünftig zu werden, sein kann.
Irmgard Knef, die Grande Dame, alias Ulrich Michael Heissig, befindet sich auf ihrer Abschiedstournee und gastiert von 22. bis 24. Februar in Schwechat. Sie vollendet ihren "Ring des Nie-Gelungenen" mit einem Best-of-Programm.
Regina Hofer und Sarah Hakenberg
Regina Hofer hingegen denkt nicht ans Aufhören und verspricht mit ihrem "sexten" Kabarett-Solo ein Feuerwerk der Lust. In einem musikalischen Solo über den Mangel im Überfluss und über das Zuwenig im Zuviel tritt Jörg-Martin Willnauer auf. Und aufgrund des großen Erfolgs im vorigen Jahr wird Sarah Hakenberg (siehe auch unser Titelbild) am Tag nach dem Opernball genüsslich den "Fleischhauerball" zelebrieren. Der Texter der "Brennesseln", Alfred Aigelsreiter, wird auch heuer ebenso deftig wie pointenreich auf das abgelaufene Jahr zurückblicken.
Zu entdecken gilt es heuer die deutschen Menschenforscher und Bühnenprimaten ohne Beißhemmung, die Schwechat-Neulinge Faltsch Wagoni. Artgerechte Unterhaltung auf höchstem Niveau wird garantiert.
An einem Abend werden zwei Newcomer, Michael Auernigg und Paul Pizzera, je eine Halbzeit bestreiten; begleitet, quasi als Pate, von Pepi Hopf, der sich auch mit einem eigenen Soloprogramm präsentiert. (as)
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