Wien. Warum kann mein Schwein fliegen?, fragte der Mann in der Wildnis. Weil es in einem Kuckucksnest geboren wurde, antwortet die Ich-Erzählerin. - Seltsam, aber so steht es geschrieben im Text eines anonymen Autors.
Als absurden Scherz fasst man die Worte aber nicht auf, wenn sie Ángela Tröndle erst einmal in Musik gekleidet hat: Die 29-Jährige aus Salzburg ist nicht nur Eignerin einer charismatischen Stimme, sie verfügt auch über ein nachgerade musikdramatisches Talent. Mit fein rhythmisierten Chorstimmen beschwört sie Waldmystik; darunter grundelt geheimnisvoll ein Cello, darüber schraubt sich der Gesang: bald sanft kosend, bald mit kecker Emphase. Das Kleinod von "The man in the Wilderness" auf Tröndles neuer CD "Time Out Time" - es beweist das gleiche wie gute Kammermusik: Man braucht weder Bombastik noch abendfüllende Länge, um eine gefühlsechte Welt aus Klang zu formen.
Stimmiges Panoptikum
Eine gewisse Klassiknähe vermittelt zwar auch die Besetzung rund um die klavierspielende Sängerin, nämlich mit Cello, Bassklarinette und Perkussion. Tröndles "Little Band from Gingerland" erweist sich aber nicht nur durch ihre große Wirkmacht in der Nuance, sondern auch stilistisch als Raumwunder. Bereits die Eröffnungsnummern oszillieren fließend zwischen Folklore, Pop, Jazz und feinnervigem Kunstlied. Und dass der Frontfrau, die ihr Vorgängeralbum mit einem Streichquartett aufgenommen hat, vor lauter Feinsinnigkeit nicht der Humor abhandenkam, zeigt ihre skurrile Klavierimprovisation über einen Spammail-Text: "Ich sind eine Dame, die Ihre Freundschaft und möglicherweise mehr sucht . . ." Wer nach einem Konzerttermin sucht: Live am nächsten Montag im Wiener Porgy & Bess.
Konsequenz: Wenn ein einziges Wort gibt, das die US-Band Shellac beschreiben kann, dann dieses. Denn Shellac sind konsequente Musiker in Takt...weiter
(g. s.) Wenn schon Retro, dann gleich ordentlich. Und dieser Herr kann das leisten. Von 1971 bis 1977 Mitglied von Genesis...weiter
Do You Speak Pingpong?(cai) Schlägertypen können sich hier so richtig austoben. Mit den Tischtennisschlägern. (Was haben Sie denn geglaubt...
weiter
Vatikan. Kaum dass ruchbar geworden war, dass der Vatikan heuer zum ersten Mal in der Geschichte an der Biennale von Venedig teilnehmen wird...
weiter
Ab 25. Mai zeigt die Albertina eine große Retrospektive von Gottfried Helnweins Arbeiten. Vieles davon wird zum ersten Mal in Wien zu sehen sein...
weiter
Am Ende wird der Horst der Freischärler, die Schule, von ihnen selbst abgefackelt. Die Matratzen und Schulmöbel werdend um Norma und Pollione...
weiter
Jonas Kaufmann bat vor seinem Liederabend im Wiener Konzerthaus für Verständnis: Nach seiner überstandenen Verkühlung sei sein Kreislauf noch...
weiter
Düsseldorf. Christoph Meyer, Intendant der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, erfährt derzeit auf die harte Tour...
weiter
Ihre bis dato letzte neue Rolle präsentierte Sopranlegende Edita Gruberová in konzertanter Version im Wiener Musikverein...
weiter
Am Ende wird der Horst der Freischärler, die Schule, von ihnen selbst abgefackelt. Die Matratzen und Schulmöbel werdend um Norma und Pollione...
weiter
Düsseldorf. Christoph Meyer, Intendant der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, erfährt derzeit auf die harte Tour...
weiter
Sie dreht an ihren Knöpfen, reißt, zieht und zupft an den Steckern und Kabeln, schiebt an den Reglern, und dabei singt...
weiter
Die Band auf der Bühne darf getrost als Ausnahmeerscheinung bezeichnet werden. Zwar mochten The xx aus London mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum im...
weiter
Wien. Es ist nicht ganz ironiefrei, wenn Sinéad OConnor ihren Auftritt im Wiener Konzerthaus mit einer Coverversion von John Grants "Queen Of...
weiter
Die Fans mit den strahlenden Augen in den ersten drei Reihen sind davon überzeugt, dass sich das Burgtheater heute schon zur Halbzeit leeren wird...
weiter