Es gibt Dinge, die ein Mann tun muss. Und es gibt Situationen, die echte Helden erfordern. Zum Beispiel, wenn nachts in Österreichs größtem Spielzeuglager die Hölle losbricht und über die Hauptfigur des Abends die Erinnerungen an ihre gescheiterten Beziehungen hereinbrechen. Da wächst der gramgebeugte 1,92-Meter-Mann über sich hinaus. Markus Traxler liefert in seinem Programm "Egoshooter - Die Nacht der Entscheidung" ein Kammerspiel, in dem es letztlich um das eine geht, das einen Mann ausmacht: den Spieltrieb; oder besser: die Spielsucht. Die ist zugleich Basis seiner Existenz und Beziehungskiller Nummer eins. Und muss deshalb besiegt werden.
Also stellt sich Markus Traxler der Herausforderung - ob er sie am Ende meistert oder daran zerbricht, wird hier nicht verraten. Wohl aber, dass es natürlich um noch mehr geht als bloß Spielsucht (die hier eher Spielzeug als Glücksspiel betrifft), nämlich um eine ganz grundlegende Kritik an gesellschaftlichen Missständen, eine Aufarbeitung zwischenmenschlicher Beziehungen, die Aufklärung über die Gefahren von Barbie & Co. und den Umgang mit persönlichen Niederlagen (von Yoga-Peinlichkeiten über Lehrerfrust bis Memory-Schummelei).

Markus Traxler zeigt dabei keine Scheu davor, aus sich herauszugehen. Da kann es schon einmal passieren, dass er schreiend mit dem Spielzeuggewehr in der Hand wie weiland Supermario über die Bühne robbt oder in Embryonalstellung am Daumen nuckelt und dabei den Beginn des Spiels namens Leben erklärt. Denn das ist die große Klammer, die das ganze Kabarettprogramm umschließt: Das Leben ist doch eigentlich ein einziges großes Spiel. Blöd nur, dass uns niemand eine vollständige Spielanleitung mitgegeben hat. Die müssen wir also erst selbst erstellen - und Markus Traxler hilft gerne dabei . . .
Markus Traxler: Egoshooter - Die Nacht der Entscheidung
Konsequenz: Wenn ein einziges Wort gibt, das die US-Band Shellac beschreiben kann, dann dieses. Denn Shellac sind konsequente Musiker in Takt...weiter
(g. s.) Wenn schon Retro, dann gleich ordentlich. Und dieser Herr kann das leisten. Von 1971 bis 1977 Mitglied von Genesis...weiter
Jede Woche neu: ein aktuelles Bild aus der Welt der Kunst und Kultur. Falls Sie diesbezüglich Vorschläge haben, schicken Sie uns doch eine Mail.
weiter
Do You Speak Pingpong?(cai) Schlägertypen können sich hier so richtig austoben. Mit den Tischtennisschlägern. (Was haben Sie denn geglaubt...
weiter
Vatikan. Kaum dass ruchbar geworden war, dass der Vatikan heuer zum ersten Mal in der Geschichte an der Biennale von Venedig teilnehmen wird...
weiter
Ein Entkommen gibt es nicht, schon gar nicht für Veranstalter: Ein jedes Opernhaus, so scheints, steht im 200...
weiter
Jonas Kaufmann bat vor seinem Liederabend im Wiener Konzerthaus für Verständnis: Nach seiner überstandenen Verkühlung sei sein Kreislauf noch...
weiter
Am Ende wird der Horst der Freischärler, die Schule, von ihnen selbst abgefackelt. Die Matratzen und Schulmöbel werdend um Norma und Pollione...
weiter
Ihre bis dato letzte neue Rolle präsentierte Sopranlegende Edita Gruberová in konzertanter Version im Wiener Musikverein...
weiter
Ein Entkommen gibt es nicht, schon gar nicht für Veranstalter: Ein jedes Opernhaus, so scheints, steht im 200...
weiter
Am Ende wird der Horst der Freischärler, die Schule, von ihnen selbst abgefackelt. Die Matratzen und Schulmöbel werdend um Norma und Pollione...
weiter
Sie dreht an ihren Knöpfen, reißt, zieht und zupft an den Steckern und Kabeln, schiebt an den Reglern, und dabei singt...
weiter
Die Band auf der Bühne darf getrost als Ausnahmeerscheinung bezeichnet werden. Zwar mochten The xx aus London mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum im...
weiter
Wien. Es ist nicht ganz ironiefrei, wenn Sinéad OConnor ihren Auftritt im Wiener Konzerthaus mit einer Coverversion von John Grants "Queen Of...
weiter
Die Fans mit den strahlenden Augen in den ersten drei Reihen sind davon überzeugt, dass sich das Burgtheater heute schon zur Halbzeit leeren wird...
weiter