• vom 26.04.2012, 17:07 Uhr

Termine

Update: 27.04.2012, 17:24 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Besucherrekorde

Die Burg überrascht 2012/13 mit einem Österreich-Schwerpunkt


Von Petra Rathmanner

  • Burg-Direktor Hartmann inszeniert erstmals ein Stück von Elfriede Jelinek.

"Theater ist ein Gesamterlebnis": Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann präsentiert die nächste Spielzeit, bei der vor allem ein deutliches Bekenntnis zum österreichischen Drama auffällt.

"Theater ist ein Gesamterlebnis": Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann präsentiert die nächste Spielzeit, bei der vor allem ein deutliches Bekenntnis zum österreichischen Drama auffällt.

Wien. Einen besonderen Hang zur österreichischen Dramatik konnte man Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann bislang nicht nachsagen: Das heimische szenische Schreiben kam seit seiner Amtszeit im Haus am Ring nicht gerade häufig vor.

Werbung

Das wird sich in der kommenden Spielzeit, Hartmanns vierter Saison, drastisch ändern: Mit elf Inszenierungen deckt das Burgtheater ein breites Spektrum des hiesigen Dramenschaffens ab, das vom klassischen Kanon - Raimunds "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" (Premiere: 29. September) - bis zu Neuentdeckungen reicht, wie der Uraufführung von "Die gesetzliche Verordnung zur Veredelung des Diesseits" der 30-jährigen Tiroler Schriftstellerin Petra Maria Kraxner.

Erstmalig wird Matthias Hartmann auch ein Stück von Elfriede Jelinek inszenieren. Den jüngsten Text der Literaturnobelpreisträgerin "Schatten (Eurydike sagt)" wird er im Jänner uraufführen; im März folgt seine Deutung von Grillparzers "Die Ahnfrau".

Nestroys wohl meistgespieltes Drama, "Der Talisman", wird von David Bösch inszeniert und Barbara Frey setzt Molnárs unverwüstliche Praterlegende "Liliom" um.

Meister und Newcomer
Mit "Räuber. Schulden.genital" wird zum ersten Mal ein Stück von Ewald Palmetshofer im Akademietheater gezeigt. Der Grazer Autor, entdeckt von Schauspielhaus-Intendant Andreas Beck, gilt derzeit als einer der erfolgreichsten österreichischen Jungdramatiker, seine Schiller-Paraphrase wird im Dezember uraufgeführt.

Eine Rarität des heimischen Theaterschaffens gelangt mit Ferdinand Bruckners "Die Marquise von O." in der Regie des Athener Theaterleiters Yannis Houvardas auf die Bühne. Michael Thalheimer wird Hofmannsthals "Elektra" zurechtstutzen. Peter Handkes Festwochen-Uraufführung "Die schönen Tage von Aranjuez" wird in den Spielplan übernommen und Hartmann hat weiters angekündigt, dass er die übernächste Saison mit der Dramatisierung von Handkes berühmtem Roman "Wunschloses Unglück" eröffnen wird.

Volksbühnen-Chef Frank Castorf wird Hans Henny Jahnns "Die Krönung Richard III." auf die Bühne des Burgtheaters wuchten. Ein weiterer Höhepunkt dürfte "Onkel Wanja" mit Gert Voss werden.

Üblicherweise werden bei Spielplanpräsentationen Auslastungszahlen präsentiert. Hartmann nennt diesmal jedoch keine Zahlen, da er derlei Statistiken nicht für "aussagekräftig" hält. Nach Hochrechnungen dürfte die Burg bis Saisonschluss etwa 425.000 Besucher verzeichnen - "mehr, als es in der Geschichte des Burgtheaters jemals gab".




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-26 17:14:05
Letzte Änderung am 2012-04-27 17:24:11


Beliebte Inhalte



Spätes Debüt: Christoph Eschenbach auf dem Balkon der Wiener Staatsoper. - apa/Herbert Neubaer
  • Der Deutsche dirigiert ab dem
  • heutigen Donnerstag in Wien "Capriccio".
  • weiter

Kurt Vile zwischen den Polen Laut und Leise. - Rex Features/picturedesk.com Mit dem bis auf Nippelhöhe fallenden Haupthaar vor dem Gesicht und einem grundsätzlichen Out-of-bed-Look, wie man ihn Anfang der 90er Jahre auch als...weiter

Sänger und Bassist Gene Simmons weist den Weg in Richtung Inferno. - APAweb / Herbert P. Oczeret
  • Bombastshow mit Blut, Feuer und Krachern.
  • weiter

Festgefroren in der "Nacht der Liebe": Peter Seiffert und Nina Stemme. - apa/Hans Klaus Techt Und dann der Schlussgesang. "Liebestod" nennt man heute, was Richard Wagner einst als "Isoldes Verklärung" bezeichnet hat...weiter

Die Festivalbesucher hatten sichtlich Spaß, viele vergaßen auf's Wassertrinken: Die Rettungskräfte hatten in der prallen Sonne viel zu tun. - APAweb / Herbert P. Oczeret
  • Polizei schnappte "Zelt-Schlitzer"-Quintett.
  • weiter

  • Wolfgang Pollanz schreibt eine Autobiografie in Songs.
  • weiter

Wild und gefährlich war einmal. Heute ist Heavy Metal in der Mitte angekommen. - epa
  • Die laute Musik ist kein Randphänomen mehr, aber auch kein Mainstream.
  • weiter



Werbung



Albertina zeigt "Macro Micro" von Gunter Damisch

Schwebende Welten

Aus der Serie "Unikatdruck" (2011) von G. Damisch. - Damisch/König Die erste Personale mit drei Variationen von großformatigen Holzschnitten, Farbdrucken und Collagen in der Albertina kommt spät für den "Neuen Wilden"... weiter




Galerien

 - © Yantra - Fotolia Sein Pinsel empfängt HD (cai) Bei Sotheby’s in New York ist also der teuerste Richter der Welt versteigert worden... weiter




Die 44. Art Basel verzeichnet in einem hart umkämpften Messeumfeld weiterhin solide Umsatzzahlen

Achten Sie auf die Marke!

Sumo-Blickfang: "Puissance 4/8" der französischen Künstlerin Alexandra Gestin auf der Art Basel. - epa Basel. Der Ärger vieler Galerien wird geringer. Seit die Art Basel ihren Expansionskurs abgeschlossen hat, heuer im Mai eröffnete die Messe ihre... weiter



Neue Oper des österreichischen Komponisten Georg Friedrich Haas uraufgeführt

Ein ungläubiger Thomas

Spitalsalltag und Katastrophe: Thomas (Otto Katzameier) verliert seinen Lebenspartner . - SWR/Runkel Im Schwetzinger Rokokotheater beginnt es diesmal schon mit dem Ende - und zwar von Matthias. Er liegt in einem Krankenhausbett... weiter




Eine "Winterreise" in den Wahn

Jonas Kaufmann. - apa Jonas Kaufmann bat vor seinem Liederabend im Wiener Konzerthaus für Verständnis: Nach seiner überstandenen Verkühlung sei sein Kreislauf noch... weiter




"Trovatore"-Parodie

Graf Luna im Plunderland

Strahlende Töne, rollende Augen: Marina Prudenskaya als Zigeunerin Azucena - oder Wunderland-Figur. - apa/Hans Klaus Techt "Bist du vom Himmel herabgestiegen?" Diesmal ganz sicher nicht: Die Hofdame in Nöten erblickt den Retter ausnahmsweise auf dem Boden: Verdis... weiter




Edita Gruberová im Wiener Musikverein

Belcanto-Lehrstunde

Triumphierte im Musikverein: Edita Gruberová. - apa/Hochmuth Ihre bis dato letzte neue Rolle präsentierte Sopranlegende Edita Gruberová in konzertanter Version im Wiener Musikverein... weiter



Neue Oper des österreichischen Komponisten Georg Friedrich Haas uraufgeführt

Ein ungläubiger Thomas

Spitalsalltag und Katastrophe: Thomas (Otto Katzameier) verliert seinen Lebenspartner . - SWR/Runkel Im Schwetzinger Rokokotheater beginnt es diesmal schon mit dem Ende - und zwar von Matthias. Er liegt in einem Krankenhausbett... weiter




"Trovatore"-Parodie

Graf Luna im Plunderland

Strahlende Töne, rollende Augen: Marina Prudenskaya als Zigeunerin Azucena - oder Wunderland-Figur. - apa/Hans Klaus Techt "Bist du vom Himmel herabgestiegen?" Diesmal ganz sicher nicht: Die Hofdame in Nöten erblickt den Retter ausnahmsweise auf dem Boden: Verdis... weiter



Donaufestival

Barocker Bombast, Monsterfrau und Hardcore-Klassik

manorexia - © visnjic.net Sie dreht an ihren Knöpfen, reißt, zieht und zupft an den Steckern und Kabeln, schiebt an den Reglern, und dabei singt... weiter




Marianne Faithfull begann ihren Konzertreigen im Stadttheater Walfischgasse

Aus Freude an der Musik

Laissez-faire und Probenstimmung: Marianne Faithfull (hier bei einem Auftritt für das Jazzfest Wien) fesselte ihr Publikum in der Walfischgasse trotz einiger Misslichkeiten. - apa/Herbert P. Oczeret "Ich muss kein neues Album promoten - ich mache das nur, weil es mir gefällt". So erfrischend ungeschäftlich eröffnete Marianne Faithfull ihren... weiter




Sinéad O’Connor gastierte im Wiener Konzerthaus

Bitte, bitte für uns

20130428CONNOR -  apa/Oczeret Wien. Es ist nicht ganz ironiefrei, wenn Sinéad O’Connor ihren Auftritt im Wiener Konzerthaus mit einer Coverversion von John Grants "Queen Of... weiter




The xx aus London brachten ihren intim-reduzierten Popentwurf erstmals nach Wien

Schwarz ist Trumpf

Intimität und wirtschaftliches Songwriting: The xx aus London begeisterten im Gasometer. - epa Die Band auf der Bühne darf getrost als Ausnahmeerscheinung bezeichnet werden. Zwar mochten The xx aus London mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum im... weiter




Werbung