Zur Festwochen-Eröffnung spielt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Leitung von Cornelius Meister auf. Sie werden junge Musiker des Projekts "Eurovision Young Musicians" begleiten. Dazu kommt das furiose Wiener Blechbläserseptett Mnozil Brass sowie Martin Grubinger & The Percussive Planet Ensemble. Die Eröffnung wird im Fernsehen auf ORF2 und 3sat von 21.20 Uhr bis 23 Uhr live übertragen.
Bereits einen Tag zuvor, am 10. Mai um 20.30 Uhr, sowie am 12., 13. und 14. Mai, ist als Uraufführung "Open For Everything" des Ensembles DorkyPark unter Leitung von Constanza Macras zu sehen. Die Mitglieder des Ensembles sind Roma-Musiker und -Performer sowie Tänzer und Amateure unterschiedlichen Alters. Sie kommen aus
Wien, Berlin, Prag und Budapest.
Die Festwochen warten heuer mit 36 Produktionen auf, für die rund 50.000 Karten aufgelegt wurden.
Strauß und Bulgakow
Die Highlights dieses Jahres sind wohl die Schauspiel-Aufführungen "Groß und klein"/"Big and Small" nach Botho Strauß und "The Master and Margarita" nach Michail Bulgakow. Botho Strauß "Groß und klein" (ab 12. Mai in der Halle E im MuseumsQuartier) wird von der Sydney Theatre Company in der englischen Neuübersetzung von Martin Crimp und in der Regie von Benedict Andrews auf die Bühne gebracht. Strauß widmet sich in dem Stück der Suche nach menschlichem Kontakt in der Welt von heute. Die Hauptrolle der Lotte spielt, heiß erwartet in Wien, der australische Hollywood-Star Cate Blanchett (siehe auch unser Titelbild), die übrigens während der Aufführungsserie in Wien ihren Geburtstag begeht. Ein filmisches "Tribute" für Cate Blanchett läuft im Gartenbau-Kino von 13. bis 20. Mai.

Mit "The Master and Margarita", eine Bearbeitung der zeitlosen Satire aus der Sowjetzeit, zeigt Simon McBurney seine Adaption des Bulgakow-Romans, die er gemeinsam mit seinem Ensemble Complicite für die Bühne erarbeitet hat (1. bis 4. Juni im Burgtheater).
Ariane Mnouchkines "Morgenröte"
Theater-Uraufführungen heimischer Provenienz kommen von Peter Handke, Ulrich Seidl und Paulus Hochgatterer. Unter den internationalen Gästen ist die Pariser Theaterleiterin Ariane Mnouchkine, die ja schon mehrmals mit ihrem Theatre du Soleil bei den Wiener Festwochen gastierte. Diesmal bringt sie eine Geschichte vom Vorabend des Ersten Weltkriegs mit: "Les Naufragés du Fol Espoir (Aurores)"/
"Schiffbruch mit verrückter Hoffnung (Morgenröte)". Ferner kehrt Simon Stephens mit seinen "Three Kingdoms" zurück. In der Oper wird die Verdi-Trilogie, die zum 200. Geburtstag des Komponisten 2013 abgeschlossen wird, mit "La traviata" in der Regie von Deborah Warner weitergeführt, die Reihe zeitgenössischer Opern setzt Luca Francesconi mit "Quartett" fort.
Aus Ungarn kommen mit Arpad Schilling und seinem "Krizis"-Projekt sowie mit Kornel Mundruczo und seiner Coetzee-Dramatisierung "Schande" (ein Auftragswerk) gleich zwei aktuelle Arbeiten. Und Christoph Marthaler inszeniert Ödön von Horvaths "Glaube Liebe Hoffnung".
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