• vom 01.03.2002, 00:00 Uhr

Chronik

Update: 06.04.2005, 15:00 Uhr

Verlängerte Ausgehzeiten in Wien

Jugendschutzgesetz "neu" beschlossen




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  • Der Wiener Landtag hat Donnerstagvormittag ein neues Wiener Jugendschutzgesetz beschlossen.

Das mit NÖ und Burgenland abgestimmte Gesetz erhielt die Zustimmung von SP, VP und Grünen. Gleichzeitig wurde ein Abänderungsantrag der SP angenommen, durch den die "sexuelle Orientierung" in den Diskriminierungsschutz des Gesetzes aufgenommen wurde.Bei der Antidiskriminierungsbestimmung geht es um den Schutz junger Menschen vor Medien, Datenträgern, Gegenständen und Veranstaltungen, "die junge Menschen in ihrer Entwicklung gefährden könnten". Darunter fallen nun auch Druckwerk oder Film, in denen Homosexualität diskriminiert wird.

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Das Jugenschutzgesetz entstand unter reger Beteiligung der Betroffenen: In der "1. Wiener Jugendvolksbefragung" im April des Vorjahres waren 63.436 Mädchen und Burschen ab der 9. Schulstufe von der Kinder- und Jugendanwaltschaft dazu aufgerufen, sich zu den neuen Bestimmungen zu äußern. Demnach sprachen sich 50,1 Prozent für verlängerte Ausgehzeiten aus.

Das neue Gesetz sieht nun vor, dass junge Menschen bis zum vollendeten 14. Lebensjahr bis 22 Uhr ausgehen können. 14- bis 16-Jährige dürfen sich bis 1 Uhr an öffentlichen Orten aufhalten oder Veranstaltungen besuchen. In der in der Jugendvolksbefragung mehrheitlich befürworteten Variante hätten Jugendliche bereits ab dem vollendeten zwölften Lebensjahr bis 1 Uhr ausgehen dürfen. Neu ist auch, dass die sprachliche Unterscheidung zwischen "Kindern" (bis 14) und "Jugendlichen" abgeschafft wird. Der Konsum von Alkohol und Tabakwaren in der Öffentlichkeit ist Jugendlichen unter 16 weiterhin nicht erlaubt.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2002-03-01 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-06 15:00:00


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