• vom 03.02.2000, 00:00 Uhr

Chronik

Update: 06.04.2005, 15:51 Uhr

Wiener Spaziergänge

3. Februar




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Von Rainer Lenius

Am 3. Februar 1884 starb die Schauspielerin Josefine Gallmeyer. Sie wurde am 27. Februar 1838 in Leipzig geboren, begann ihre Karriere als Volkssängerin, Soubrette und Tänzerin. Sie


debütierte in Kinderrollen in Brünn und kam 1856 ans Josefstädter Theater. 1857 holte sie Johann Nestroy ans Carltheater, wo Mitte der sechziger Jahre ihre große Karriere begann, die sie zur

populärsten Schauspielerin machte. Eduard Bauernfeld bezeichnete sie als größtes schauspielerisches Talent Wiens. 1874 übernahm sie die Leitung des Theaters unter den Tuchlauben, was ihr einen

Großteil ihres Vermögens kostete. Sie unternahm Gastspielreisen in Deutschland und begab sich 1882 auf eine große und sehr erfolgreiche Amerika-Tournee. Nach der Rückkehr spielte sie am Theater an

der Wien und beendete ihre Bühnenlaufbahn am 1. Jänner 1884 in Graz. Ihre schriftstellerische Tätigkeit mit Novellen ("Aus is'"), Parodien ("Sarah und Bernhard") und dramatischen Werken ("Aus purem

Hass") brachten ihr den Beinamen "weiblicher Nestroy" ein. Gallmeyer verstarb in ärmlichen Verhältnissen, wurde ursprünglich am Matzleinsdorfer evangelischen Friedhof bestattet und später in ein

Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof überführt. Am Haus Praterstr. 56 ist eine Gedenktafel angebracht und im 19. Bezirk ist eine Gasse nach ihr benannt.



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Dokument erstellt am 2000-02-03 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-06 15:51:00



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