• vom 05.04.2012, 12:32 Uhr

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Pakistanische Mutter nahm Kinder mit ins Ausland

Immer wieder Fälle von grenzüberschreitender Kindesentziehung



Graz. Obsorgestreitigkeiten rund um Trennungen gehören in Österreich zum Alltag, und immer wieder entwickeln sich dabei auch grenzüberschreitende Fälle. In Leibnitz fanden Eltern nach unterschiedlichen Obsorge-Zusprüchen von rumänischen und österreichischen Behörden wieder zusammen, wie der APA zugetragen wurde. Wie der ORF Steiermark am Dienstag berichtete, soll erst im Februar eine Mutter ihre beiden Töchter aus Österreich mit nach Pakistan genommen haben.

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Im Fall der beiden Töchter mit der pakistanischen Mutter bangt seit Anfang Februar der Grazer Vater um seine Kinder. Die in Österreich geborenen Mädchen im Alter von fünf und acht Jahren seien von ihrer Mutter am 5. Februar einfach mitgenommen worden. Seither mache sich der Vater Sorgen: Die Mutter antwortete zwar gelegentlich auf E-Mails und sage darin, dass sie mit den Mädchen in Pakistan sei, sonst gebe es aber keinen Kontakt. In Pakistan würden sie sich in einer fremden Welt befinden, abgeschottet, weil nicht der dortigen Sprache mächtig. Der Vater äußerte im ORF-Interview die Befürchtung, dass ihnen "in dem Land mit terroristischen Aktivitäten" etwas angetan werden könnte.

Für die Polizei sei der Fall aber keine Kindesentführung, da es sich laut Sicherheitsdirektion Steiermark um einen "reinen Rechtsstreit über die Gerichte" handle. Der Vater hoffe nun auf Zuerkennung einer vorübergehenden Obsorge, um in Pakistan einen Rechtsanspruch geltend machen zu können.

Ähnliches wie im Fall des 40-jährigen Dänen passierte vor ein paar Jahren in Leibnitz. Dort hatte eine rumänische Mutter um die Obsorge gekämpft und in ihrem Heimatland einen entsprechenden Bescheid erwirkt, der aber nicht EU-Recht entsprach. Der Vater aus der Steiermark erhielt dann von der österreichischen Behörde die Obsorge zugesprochen, woraufhin die Mutter zurück nach Österreich kam. In diesem Fall gab es ein Happy-End: Die Eltern fanden wieder zusammen.




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Kindesentzug

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-05 12:02:59
Letzte Änderung am 2012-04-05 12:03:11


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