• vom 19.04.2012, 10:19 Uhr

Chronik

Update: 19.04.2012, 10:19 Uhr
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60 Menschen sterben jedes Jahr in "Ablenkungsunfällen"

Rasieren am Steuer und andere Todesursachen



  • Ein Drittel der Todesfälle wäre vermeidbar.

Nicht nur das Handy ist eine Gefahr im Straßenverkehr.

Nicht nur das Handy ist eine Gefahr im Straßenverkehr.APAweb / dpa / Ralf Hirschberger Nicht nur das Handy ist eine Gefahr im Straßenverkehr.APAweb / dpa / Ralf Hirschberger

Wien. Das Handy ist nicht die einzige Ablenkung, die sich Autofahrer gönnen. Rund 60 Menschen sterben jährlich bei Verkehrsunfällen, weil Autofahrer nicht nur fahren. Mehr als ein Viertel der Lenker beschäftigt sich laut dieser Untersuchung am Steuer mit Körperpflege oder Bekleidung. Gut ein Drittel dieser Todesfälle wäre verhinderbar, behauptet eine Studie der Allianz Versicherungsgruppe, die auf einer Repräsentativerhebung unter Autofahrern in Deutschland, Österreich und der Schweiz beruht.

Frisur ordnen, Hautunreinheiten oder Zähne begutachten, Brille wechseln, Sonnenschutz auftragen, Medikamenten einnehmen, Krawatte an- oder ablegen, in bequeme Schuhe schlüpfen: Vor allem auf dem Weg zur Arbeit seien Fahrer von Tätigkeiten rund um die eigene Person abgelenkt. Sieben Prozent rasieren oder schminken sich sogar während der Fahrt, hat das Allianz Zentrum für Technik (AZT) erhoben.

Besonders hoch lag mit 20 Prozent der Anteil der Autofahrer, die am Steuer Kleidungsstücke an- oder ausziehen. Insgesamt 27,5 Prozent der Teilnehmer an der laut Allianz repräsentativen Umfrage bestätigten, dass Make-up, Rasieren, Kleiderwechsel, Nagelpflege sowie Schmuck oder die Uhr an- und ablegen während des Autofahrens vorkommen.

"Viele dieser Tätigkeiten und Blickabwendungen werden nicht als gefährlich angesehen und geschehen oft sogar kaum bewusst, eher flüchtig nebenher. Das macht die Sache so gefährlich", sagte Johann Oswald, Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe in Österreich. Unfallforscher hätten gemessen, dass diese Blicke mehrere Sekunden dauern können. 2011 sind insgesamt 523 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen.

"Das Schminken erfordert eine hohe Konzentration. Dadurch geht bis zu 40 Prozent der Aufmerksamkeit für die Straße verloren, was das Unfallrisiko um das Dreifache erhöht", berichtete Oswald.




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Verkehrsunfälle

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-19 10:12:18
Letzte Änderung am 2012-04-19 10:19:54


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