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Chronik

Update: 02.05.2012, 10:29 Uhr
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Italiens Regierung will gegen Fälscher vorgehen

Camorra produziert nahezu perfekte Euro-Blüten



  • Scheine werden vor allem in Nordafrika, Kolumbien und im Nahost in Umlauf gebracht.

Gefälschte Euro-Noten haben Konjunktur. - APAweb / EPA

Gefälschte Euro-Noten haben Konjunktur. APAweb / EPA

Rom. In Italien boomen derzeit Blütenwerkstätten der Mafia, die jetzt sogar die Europäische Zentralbank (EZB) in Schwierigkeiten bringen. Rund um die Gemeinde Giugliano nördlich von Neapel befindet sich die höchste Konzentration von Falschgeldwerkstätten in Europa. Dagegen will die Regierung Monti jetzt scharf vorgehen, berichten italienische Medien.

Mehr als die Hälfte der gefälschten Euro-Banknoten, die in den 17 Ländern des Euro-Raums im Umlauf sind, stammen aus dieser von der Camorra kontrollierten Region. Die Fälscher hätten bei der Entwicklung moderner Reproduktionstechniken ein derart hohes Niveau erreicht, das sie "nahezu perfekte" Blüten herstellen, klagen Experten.

EZB besorgt
Dieser Umstand sorgt nun auch bei der Europäischen Zentralbank (EZB) für Kopfzerbrechen. Überprüft werden in Rom jetzt Methoden, um Fälschern das Leben schwerer zu machen. Die Blüten-Macher aus dem Raum Giugliano gelten europaweit als die erfahrensten Spezialisten bei der Produktion von Matrizen zur Herstellung von Euro-Falschgeld. Sie können mit größter Genauigkeit jene Sicherheitselemente nachahmen, die die EZB als Garantie für die Echtheit der Scheine einbaut.

Internationale Sicherheitsexperten warnen bereits seit längerem vor den Aktivitäten der Mafia mit Blick auf Blüten. Die "Paten" in Italien hätten bereits Millionen von gefälschten Euro-Scheinen gedruckt, die sie vor allem in Nordafrika, Kolumbien und im Nahost in Umlauf bringen.




Schlagwörter

Italien, Kriminalität, Euro, Camorra

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-02 10:20:58
Letzte Änderung am 2012-05-02 10:29:04


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