Wien. Pro Jahr verunfallen in Österreich durchschnittlich 165.000 Kinder, sagte Armin Kaltenegger vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. In den vergangenen Jahren sei diese Zahl zwar rückläufig, mindestens 60 Prozent der Unfälle könnten aber immer noch verhindert werden, kritisierte er. Die größte Gefahr lauert nicht etwa im Straßenverkehr, sondern in den eigenen vier Wänden.
Kaltenegger plädierte aber nicht dafür, Kinder von allen Gefahren fernzuhalten, vielmehr gehe es darum, dass sie lernen, mit den Gefahren umzugehen. Eltern sollten die motorische Entwicklung ihrer Kinder unterstützen, forderte er, dadurch sinke das Unfallrisiko. Aber auch Herdschutzgitter, Fenstersperren und Autositze, das Üben des Schulweges und die richtige Sportausrüstung machen das Leben der Kinder sicherer, meinte Kaltenegger.
"Ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit" in den eigenen vier Wänden seien auch Feuerlöscher und Rauchmelder, sagte Arthur Eisenbeiss, Sprecher der Brandverhütungsstellen. Offenes Licht und Feuer hätten in Kinderzimmern zwar nichts zu suchen, dennoch riet er eindringlich dazu, auch Kinderzimmer mit Rauchmeldern auszustatten. Das akustische Signal, das diese Geräte abgeben, ermögliche es, rechtzeitig zu fliehen. Vor allem für Kinder sei das wichtig, sie neigen nämlich dazu, sich vor Feuer und Rauch zu verstecken. Daher besteht die Gefahr, dass sie im Ernstfall erst zu spät gefunden werden. Brandmelder sind um weniger als zehn Euro erhältlich, sagte Eisenbeiss.
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