• vom 11.05.2012, 08:13 Uhr

Chronik

Update: 11.05.2012, 15:37 Uhr
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Schütze tötet sich selbst

Schießerei in St. Pölten



  • 25-Jähriger feuerte auf Beamten.
  • Diensthund erschossen.

Bei einem Schusswechsel mit der Polizei ist ein 25-jähriger Mann in St. Pölten ums Leben gekommen. Er hatte sich in seiner Wohnung verbarrikadiert, in Richtung eines Beamten gefeuert und einen Diensthund erschossen.

Bei einem Schusswechsel mit der Polizei ist ein 25-jähriger Mann in St. Pölten ums Leben gekommen. Er hatte sich in seiner Wohnung verbarrikadiert, in Richtung eines Beamten gefeuert und einen Diensthund erschossen.APAweb / Herbert Pfarrhofer Bei einem Schusswechsel mit der Polizei ist ein 25-jähriger Mann in St. Pölten ums Leben gekommen. Er hatte sich in seiner Wohnung verbarrikadiert, in Richtung eines Beamten gefeuert und einen Diensthund erschossen.APAweb / Herbert Pfarrhofer

St. Pölten. Mit einem Toten hat in der Nacht auf Freitag in St. Pölten-Spratzern ein Schusswechsel mit der Polizei geendet. Ein 25-Jähriger wurde in den frühen Morgenstunden in seiner Wohnung tot aufgefunden. Ob er sich selbst erschossen hatte oder tödlich getroffen worden war, sollte eine von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion klären, sagte Behördensprecher Markus Haindl.

Der Verdächtige hatte sich diesen Angaben zufolge in seiner Wohnung verbarrikadiert, gezielte Schüsse in Richtung von Beamten abgefeuert und einen Diensthund getötet. Der Einsatz unter Einbeziehung der Cobra dauerte fünf Stunden.

Der Mann sei am Donnerstag gegen 21.20 Uhr mit seinem Dobermann und mit einer Axt in der Nähe seiner Wohnung im Stadtteil Spratzern unterwegs gewesen, so Haindl. Weil er dabei den Hund gequält haben soll, hätten Passanten die Polizei verständigt. Als eine Streife eintraf, bedrohte der 25-Jährige die Beamten mit der Hacke, ehe er in seine nahe gelegene Wohnung im zweiten Stock - der obersten Etage - eines Mehrparteienhauses flüchtete und sich verbarrikadierte. Er habe dazu Einrichtungsgegenstände verwendet, hieß es seitens der Polizei.

Weil kein Kontakt zu dem Mann herzustellen war, wurde die Cobra als Verstärkung angefordert. Das Einsatzkommando rückte mit 20 Mann an und öffnete kurz nach Mitternacht die Wohnungstür. Daraufhin gab der Beschuldigte laut dem Polizeibericht "gezielte Schüsse auf die Beamten des Zugriffsteams und einen Zugriffshund" ab. Die Einsatzkräfte, die das Feuer erwiderten, blieben unverletzt. Der Diensthund wurde jedoch tödlich getroffen.

Der Einsatz sei in der Folge erst gegen 2.15 Uhr und mit herbeigeschaffter Spezialausrüstung (schusssicheres Schild) fortgesetzt worden. Der Mann selbst sei wenige Minuten später tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Wie viele Schüsse insgesamt gefallen waren, stand vorerst nicht fest.

Der Bereich im obersten Stockwerk des Mehrparteienhauses sei während des Einsatzes abgeriegelt worden, sagte Haindl. Eine Gefährdung anderer Menschen habe nicht bestanden.

Dem Polizeisprecher zufolge besaß der 25-Jährige mehrere Langwaffen. Ob legal, sei noch Gegenstand von Ermittlungen. Munition sei in der Wohnung ebenfalls sichergestellt worden.

Die weiteren Ermittlungen zum Schusswaffengebrauch werden vom Landespolizeikommando NÖ geführt. Die Tatortarbeit hat das Landeskriminalamt NÖ übernommen.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-11 08:13:54
Letzte Änderung am 2012-05-11 15:37:04


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