Rom. Nach dem schweren Erdbeben in der norditalienischen Region Emilia Romagna meldeten die Behörden auch viele Kilometer fern vom Epizentrum schwere Schäden an Kunstwerken und Kulturgütern. Die Schäden bei Monumenten und Gebäuden mit historischer Bedeutung seien erheblich, teilten Experten des italienischen Kulturministeriums in Rom am Sonntag mit. Feuerwehrmannschaften seien am Werk, um das genaue Ausmaß festzustellen. Besonders betroffen seien Kirchen und Schlösser in den Provinzen Modena, Bologna und Ferrara.
60 Prozent aller Monumente und Gebäude mit historischer Bedeutung sind in Italien erdbebengefährdet, geht aus einer Studie des italienischen Kulturministeriums in Rom hervor. Über 150.000 historische Bauten befinden sich in Gebieten mit hohem Erdbebenrisiko.
Das verheerende Erdbeben in den mittelitalienischen Abruzzen im April 2009 hatte viele Kunstschätze unwiederbringlich zerstört. Ein Großteil der mittelalterlichen Monumente und die Kirchen in L'Aquila wurden schwer beschädigt. Am stärksten betroffen waren die Kirche Santa Maria di Collemaggio aus dem 13. Jahrhundert sowie die monumentale Basilika des Heiligen Bernhardin von Siena aus dem 15. Jahrhundert.
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