• vom 22.05.2012, 07:12 Uhr

Chronik

Update: 22.05.2012, 09:49 Uhr
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Schwere Schäden an Gebäuden

Heftiges Erdbeben erschütterte Bulgarien



  • Erdstoß der Stärke 5,8 riss Menschen aus dem Schlaf.

Das Epizentrum des Bebens lag unweit der Hauptstadt Sofia. - Stepmap

Das Epizentrum des Bebens lag unweit der Hauptstadt Sofia. Stepmap

Sofia. Bulgarien ist am frühen Dienstagmorgen von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. Die Stärke des Erdstoßes lag bei 5,8 nach Richter. Offiziellen Angaben zufolge sind keine Menschen zu Schaden gekommen. Das Epizentrum habe rund 25 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia bei der Kleinstadt Pernik gelegen, hieß es vom bulgarischen und US-Geologieinstitut. Das Beben sei im gesamten Westen und Südwesten des Landes zu spüren gewesen.

Es habe "keine Opfer" gegeben, sagte Innenminister Zwetan Zwetanow am frühen Dienstagmorgen in Sofia. Der Minister sagte der bulgarischen Nachrichtenagentur Focus, die Behörden hätten in der Stadt Pernik einen Krisenstab eingerichtet. Zusätzliche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften seien in das betroffene Gebiet entsandt worden.

Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP sah an Gebäuden schwere Schäden wie eingerissene Mauern, eingestürzte Schornsteine und zerborstene Fensterscheiben. Es gab mehrere teils heftige Nachbeben.

Menschen stürmten in Panik ins Freie
Die Menschen in der Hauptstadt wurden von dem Beben um kurz nach 3.00 Uhr (02.00 Uhr MESZ) aus dem Schlaf gerissen. Gegenstände seien von Wänden und aus Regalen auf den Boden gefallen, berichtete Augenzeugen. Vielfach seien die Menschen trotz starken Regens nur leicht bekleidet und in Panik aus ihren Häusern ins Freie gestürmt. Zeitweise fielen Strom und Internet aus.

Obwohl Bulgarien in einem Erdbebengebiet liegt, sind starke Beben dort eher selten. Vor knapp drei Jahren war die im Osten des Landes gelegene Schwarzmeerregion von einem Beben der Stärke 4,7 erschüttert worden. Das Epizentrum lag damals im benachbarten Rumänien.

Am Wochenende hatte ein Erdbeben der Stärke 6,0 im Nordosten Italiens sieben Menschenleben gefordert. Etwa 4.500 Menschen wurden obdachlos. Nach Angaben des bulgarischen Seismologischen Instituts gibt es aber keinen Zusammenhang zwischen den Beben in beiden Ländern.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-22 07:29:26
Letzte Änderung am 2012-05-22 09:49:37


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