• vom 23.05.2012, 17:04 Uhr

Chronik

Update: 23.05.2012, 22:52 Uhr
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Laut EU-Studie erfüllen vier Badegewässer in Österreich nicht die Mindeststandards, sonst gutes Ergebnis

"Rote Karte" für vier Badegewässer



  • 98,5 Prozent der heimischen Gewässer erfüllen Standards, EU-weite Verbesserung.

Leichter Rückgang der österreichischen Wasserqualität. - DPAweb / Patrick Pleul

Leichter Rückgang der österreichischen Wasserqualität. DPAweb / Patrick Pleul

Brüssel/Wien. (temp) Die "rote Karte" zeigt der Bericht der EU-Kommission zur Qualität der Badegewässer heuer drei Seen und einem Flussbad in Österreich. Wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Studie hervorgeht, erfüllten sie 2011 nicht die von der EU vorgeschriebenen Mindestkriterien in Hinblick auf "Escherichia coli": Darmbakterien, die über die Fäkalien von Menschen und Tieren ins Wasser gelangen und nur sehr langsam von Mikroorganismen abgebaut werden. Die vier betroffenen Gewässer, die allerdings nicht gesperrt werden mussten, sind der Römersee bei Wiesen, der Zicksee bei Sankt Andrä (beide Burgenland), das Langenloiser Flussbad am Kamp (Niederösterreich) und der Turnersee bei Sankt Primus (Kärnten).

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Zicksee und Langenloiser Flussbad scheinen generell die "schwarzen Schafe" zu sein - standen sie doch schon im Vorjahr auf der Roten Liste. Bei der damaligen EU-Studie entsprachen nur drei Seen nicht den Standards, im Jahr davor waren es sieben. Das Langenloiser Flussbad war ebenfalls darunter, verfehlt es doch seit 2004 die EU-Kriterien, einzige Ausnahme war 2007.

EU-weit hat sich die Qualität der Badegewässer laut Studie jedenfalls verbessert. Österreich schneidet verhältnismäßig gut ab: 98,5 Prozent der insgesamt 267 heimischen Badegewässer erfüllten die Mindestkriterien. Das ist zwar ein leichter Rückgang von 0,4 Prozent gegenüber 2010. Dafür stieg die Zahl jener Gewässer, die die strikteren, freiwilligen EU-Standards einhielten, von 69 auf 83,5 Prozent an. Gesundheitsminister Alois Stöger zeigte sich erfreut: "223 Badegewässer haben die höchste Qualität aufgewiesen und damit die blaue Markierung erhalten - deutlich mehr als im Jahr davor."



Badeseen werden wärmer
Und auch was die Wassertemperaturen der heimischen Badeseen betrifft, ist eine Steigerung in Sicht. Ergab doch eine Untersuchung des Instituts für Limnologie und Hydrobotanik der Universität Wien, dass die Seen aufgrund des Klimawandels bis 2050 um zwei Grad Celsius wärmer werden. Somit würde der derzeit etwa 15 Grad Celsius kalte Traunsee in Oberösterreich, der tiefste heimische See, in 38 Jahren mit durchschnittlich 19 Grad warmem Wasser locken - vergleichbar mit der aktuellen Temperatur des Attersees. Der schon heute als wärmster Alpensee beliebte Wörthersee mit etwa 22 Grad Celsius Wassertemperatur wäre auch 2050 der Favorit, wenn das Thermometer laut Untersuchung 24 Grad anzeigen wird.

Doch zurück zur EU-Studie: Insgesamt überprüfte die Kommission 22.374 Küsten- und Binnengewässer in der EU sowie in der Schweiz, Kroatien und Montenegro. 92,1 Prozent erfüllten die Mindeststandards. 77,1 Prozent wiesen eine exzellente Qualität auf, was laut Kommission einer Verbesserung um 3,5 Prozent entspricht. Weniger als zwei Prozent erfüllten die Kriterien nicht.

Die Badegebiete mit den schlechtesten Ergebnissen liegen in den Niederlanden, Bulgarien, Lettland, Luxemburg und Belgien. Die exzellenten Ergebnisse finden sich in Zypern, Kroatien, Malta und Griechenland - was vermutlich all jene positiv stimmt, die ihren heurigen Urlaub in einem dieser Länder verbringen wollen.




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Badeseen

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-23 17:11:06
Letzte Änderung am 2012-05-23 22:52:51


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