Schwechat. 37.000 Passagiere werden am ersten Tag erwartet: Auf dem Flughafen Wien in Schwechat hat in den frühen Morgenstunden ein neues Zeitalter begonnen. "Check-in 3", vormals als "Skylink" bekannt, ist in Betrieb gegangen. Die Schalter in der Terminalerweiterung wurden gegen 3 Uhr erstmals geöffnet.

Bereits gegen Mitternacht hätten sich die ersten Passagiere eingefunden, teilte ein AUA-Mitarbeiter mit. Sie hätten sich "rasch zurechtgefunden", bestätigten Fluggäste auf dem Weg nach Karpathos. Offizielle Premieren blieben AUA-Maschinen vorbehalten: Um 4.36 Uhr dockte ein AUA-Airbus 319 aus Hurghada als erste Maschine überhaupt an der Position F01 an. Etwa 50 Minuten später verließ eine AUA-Boeing 737-800 das Nachbargate F03 und nahm Kurs auf Karpathos.
Billigflieger überholte AUA ungeplant
Doch nicht die Passagiere dieses AUA-Flugs waren die ersten "Gäste", die am neuen Terminal abgefertigt wurden, sondern rund 130 Passagiere des EasyJet-Flugs EZY 5359, der gegen 0.45 Uhr aus London Gatwick kommend in Wien-Schwechat landete. "Das ist ja der Skylink, seit wann ist der offen", meinte eine Reisende bei der Ankunft überrascht.
Ursprünglich sollte der Billigflieger bereits Montagabend gegen 21.00 Uhr in Wien landen und die Passagiere im alten Terminal-Bereich abgefertigt werden. Wegen des starken Flugverkehrs rund um das Queen-Jubiläum in London gab es aber gleich eine mehrstündige Verspätung in Gatwick. Als der EasyJet dann nach Mitternacht in Wien ankam, hatte man die Terminals offenbar bereits geswitcht. Für die Passagiere gab es zwar - anders als für die ersten offiziellen AUA-Passagiere - keinen 300-Euro-Scheck, "wir wurden aber mit den Worten 'Sie sind die allerersten' freundlich empfangen", berichtete ein Fluggast der APA.

"Einleben" beginnt
Das Echo zum neuen Terminal war in der Früh des ersten Betriebstags überwiegend positiv - im öffentlichen wie im nicht öffentlichen Bereich.
"Die Arbeit bleibt gleich", zeigte sich eine VIAS-Mitarbeiterin an einer der 15 neuen Sicherheitsstraßen ganz gelassen. Es gebe "keine Probleme", alles laufe bestens. Der Tenor bei Mitarbeitern der AUA war ähnlich.
"Wir haben uns gut eingelebt, es funktioniert und passt alles", war bei "Meinl Foodcourt" zu erfahren. Es laufe "ganz toll, wir haben erwartet, dass viel los sein wird, das ist auch der Fall gewesen", hieß es in der Früh bei "Air Brew". Von einer "Herausforderung" war im "Kulinariat" die Rede. "Ein neues Lokal auf einem Flughafen eröffnet man ja nicht täglich."
"Gestern waren wir noch drüben", meinte die Trafikantin und damit das in "Check-in 1" umbenannte Terminal 1. Alles werde "rasch wie bisher" laufen, gab sich die Geschäftsfrau überzeugt. "Noch nicht ganz" eingelebt hatte sich vorerst die Mitarbeiterin im Buch- und Zeitschriftenhandel. "Es ist alles sehr neu."
Neue Bezeichnungen
Mit der Inbetriebnahme der Erweiterung gelten auf dem Flughafen Wien neue Bezeichnungen in der Beschilderung. Terminal 1 - wird seit Dienstag umgebaut, die Arbeiten sollen bis zum Jahresende dauern - ist nunmehr "Check-in 1" (Schalter 150-199), Terminal 1A heißt "Check-in 1A" (Schalter 111-132), Terminal 2 ist zum "Check-in 2" (Schalter 201-299) geworden und "Skylink" zum "Check-in 3" (Schalter 301-399) mit u.a. den neuen Gates F und G, der neuen zentralen Sicherheitskontrolle mit 15 Sicherheitsstraßen und der ebenfalls neuen zentralen Ankunftshalle.
Die bestehende Terminal- und Betriebsfläche auf dem Airport hat sich mit Dienstag um 150.000 Quadratmeter verdoppelt. Der Flughafen Wien erwartete am ersten Betriebstag etwa 37.000 Passagiere im "Skylink" bzw. "Check-in 3", der auch das "neue Zuhause von Austrian Airlines" ist.
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