Wien. (bs) Die Charta kommt auf dem Donauinselfest zu den Wienern: Nicht nur, dass das Motto der dreitägigen Party "Zusammen leben, zusammen feiern" lautet, können sich die Besucher auch ganz einfach am Mitspracheprojekt der Stadt beteiligen. Bei allen fünf sogenannten "Meeting-Points" können die Gäste auf riesigen Leinwänden voten, welche Grundsätze für ein gutes Zusammenleben ihnen persönlich am wichtigsten sind. So soll die größte Wiener-Charta-Gruppe zustande kommen.

Damit das Miteinander auf dem Festivalgelände an den drei Tagen auch wirklich reibungslos funktioniert, gibt es seit 2007 eine "Hausordnung", in der einige Regeln festgelegt sind. So ist es unter anderem verboten, alkoholische Getränke mitzunehmen. Auch wenn fleißig Bier ausgeschenkt wird: Der übermäßige Konsum ist verboten, stark alkoholisierte Personen können durch den Sicherheitsdienst vom Gelände verwiesen werden. Hunde sind übrigens - mit Beißkorb und Leine - erlaubt, jegliche andere Tiere müssen aber zu Hause bleiben. Autos und einspurige Fahrzeuge haben Fahrverbot. Die Benutzung des Geländes erfolgt auf eigene Gefahr - es wird darauf hingewiesen, dass entlang des Wassers besondere Vorsicht geboten ist.
Das Sicherheitskonzept, das 2011 angepasst worden ist, bleibt auch dieses Jahr erhalten: eine gesamte ORF-Bühne, gestaffelte Endzeiten und mehr Videoüberwachung. Auf der ORF-Bühne bestreitet am Freitag und am Sonntag Ö3 das Programm (mit Silbermond als Abschlusskonzert am Sonntag); den Samstag gestaltet Radio Wien (mit dem Hauptact Simple Minds).
Keine fluchtartige Abreise
Alle Zu- und Abgänge werden videoüberwacht, um die Besucherströme besser kontrollieren zu können. Auch die gestaffelte Endzeiten der Bühnenauftritte sollen für eine bessere Verteilung der Festivalgäste sorgen. Trotzdem wird ersucht, nicht sofort nach Ende der Konzerte aufzubrechen, alternativ die Linie U1 oder die Straßenbahn 31 zu nutzen oder über die ab den Abendstunden gesperrte Floridsdorfer Brücke heimwärts zu spazieren.
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