• vom 26.06.2012, 16:38 Uhr

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Polizei nimmt Taser nach sechs Jahren Test in Regelbetrieb



Wien. Sie sehen ein bisschen aus wie Plastik-Spielzeugpistolen, doch ihre Wirkung ist ungleich heftiger: Ab 1. Juli wird die Polizei jene 200 "Taser", die bisher im Probebetrieb im Einsatz waren, in den Regeldienst übernehmen. Verwendet werden dürfen die 1500 Euro teuren Geräte aber weiterhin nur von jenen vier Sondereinheiten, die die Taser schon seit 2006 testen. Eine Studie bescheinigte den neuen Dienstwaffen nun, dass sie für niemanden gefährlich seien - hundertprozentige Garantien gebe es aber nicht.

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200 Geräte sind derzeit im Einsatz - 79 davon in den Polizeianhaltezentren, 63 bei der Bekämpfung von Straßenkriminalität, 32 bei der Cobra und 26 bei der Wega. Gesundheitsgefährdend sei der Taser für niemanden, Träger von Herzschrittmachern müssten keine Funktionsstörungen fürchten, auch für eine Schwangere und deren Ungeborenes bestehe keine Bedrohung.

127 Mal wurde mit Tasern in den vergangenen sechs Jahren auf Menschen "geschossen", dabei gab es lediglich einen Schwerverletzten, aber auch nur, weil die Person anschließend mit dem Kopf auf einen Stein gestürzt war. Dass es gar nicht so leicht ist, eine Person mit dem Taser zu "immobilisieren", wie das im Fachjargon heißt, beweist eine weitere Statistik: In 75 von 127 Fällen taten die Stromstöße sofort ihre Wirkung, 19 Mal war ein weiterer Impuls notwendig, und in 17 Fällen war der Taser wirkungslos.




Schlagwörter

Polizei, Taser

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Dokument erstellt am 2012-06-26 16:44:10


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