• vom 07.08.2012, 17:40 Uhr

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Prozess: 14-Jährige tötete Freund bei "Fahrstunde"



Wien. Ein 14 Jahre altes Mädchen ist am Dienstag im Wiener Straflandesgericht wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen rechtskräftig zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Die Schülerin hatte ausgerechnet am Heiligen Abend des Vorjahrs den Tod ihres 18-jährigen Freundes verschuldet. Der Bursch, der selbst erst seit kurzem den Führerschein besaß, wollte ihr am Flugfeld Aspern das Autofahren beibringen. Er setzte sich auf die Motorhaube seines Mazda 323 und erteilte ihr Anweisungen. Als die 14-Jährige ruckartig losfuhr, rutschte der Jugendliche von seinem Pkw und wurde vom linken Vorderreifen erdrückt.

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Rettung war möglich
"Er hat geschrien und gedeutet, dass ich fahren soll", berichtete die 14-Jährige vor Gericht unter Tränen. Als sie schließlich Gas gegeben habe, habe er den Halt verloren und sei auf allen vieren gelandet: "Ich hab’ gebremst. Das Auto ist weitergerollt. Ich konnte nicht bremsen." Als sie ausstieg, sah die 14-Jährige, dass sie mit dem linken Vorderreifen auf dem Hals ihres Freundes zum Stehen gekommen war. Der Bursch war bei Bewusstsein und rief ihr zu, dass sie den Wagen zurücksetzen solle. "Aber ich habe nicht gewusst, wie man nach hinten fährt", schluchzte die Angeklagte.

Verzweifelt habe sie noch versucht, das Auto mit bloßen Händen anzuheben - vergeblich. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war der Freund tot. "Er ist erstickt. Ein rechtzeitiges Vorsetzen oder ein Rücksetzen des Fahrzeugs hätte den Tod abwenden können", stellte Gerichtsmediziner Christian Reiter fest.



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Dokument erstellt am 2012-08-07 17:47:12


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