Salzburg. Die Bemühungen von Salzburger Aktivisten, die Abschiebung einer Armenierin mit ihrem achtjährigen Sohn zu verhindern, waren vergeblich. Mutter und Kind wurden in der Nacht auf Dienstag von Wien aus abgeschoben, sagte der Vertrauensmann der Familie, Heinrich Holztrattner, der weitere Aktionen ankündigte.
Die Familie - neben der 45-Jährigen und dem Volksschüler leben auch ein 17-Jähriger, ein volljähriger Sohn und der Vater der Kinder in Österreich - sei "seit mehr als sechs Jahren da und ist integriert", so Holztrattner. Alle Asylanträge wurden abgelehnt, seit 2011 ist die Familie illegal in Österreich, ansonsten habe sie sich aber nichts zuschulden kommen lassen. Die Mutter und der jüngere Sohn wurden abgeschoben, während der andere Teil der Familie noch in Salzburg ist.
Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hält es nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Europäischen Menschenrechtskonvention für unzumutbar, die Familie zu trennen. Sie hat Innenministerin Johanna Mikl-Leitner um neuerliche Prüfung des Falls gebeten - offenbar erfolglos.
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