• vom 08.08.2012, 17:25 Uhr

Chronik

Update: 08.08.2012, 17:56 Uhr
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Giffords-Attentäter bekennt sich schuldig



  • Amokläufer Loughner wird im Gegenzug nur zu lebenslanger Haft verurteilt.

Washington. Der Amerikaner Jared Loughner, der 2011 in Arizona sechs Menschen getötet und die damalige Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords schwer verletzt hatte, hat sich vor Gericht schuldig bekannt. Dem Staat bleibt so ein kostspieliges Verfahren erspart, im Gegenzug verzichten die Ankläger auf die Todesstrafe, die Loughner in einem Prozess gedroht hätte. Stattdessen soll der 23-Jährige lebenslang hinter Gittern bleiben. Zuvor hatte ein Richter in Tucson entschieden, dass der in 19 Punkten angeklagte Todesschütze geistig in der Lage sei, die Gerichtsprozedur zu verstehen. Während der Untersuchungshaft wurden Loughner zwangsweise Medikamente gegen seine Schizophrenie verabreicht.

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Giffords hatte sich am 8. Jänner 2011 vor einem Supermarkt in Tucson im Freien mit Bürgern getroffen, als Loughner das Feuer eröffnete. Zu den Todesopfern zählte auch ein Mädchen. Giffords wurde am Kopf getroffen, überlebte aber. Sie gab später ihr Kongressamt auf, um sich ganz auf ihre Genesung konzentrieren zu können.

Giffords’ Ehemann, der Ex-Astronaut Mark Kelly, erklärte, seine Frau und er seien mit dem Ergebnis zufrieden. Der durch den Anschlag zugefügte Schmerz und Verlust seien unermesslich, hieß es in einer schriftlichen Mitteilung. "Dass ein Prozess vermieden wird, erlaubt es uns, unseren Erholungsprozess fortzusetzen."

Der Fall Giffords hatte international für Aufsehen gesorgt. Wie auch bei den jüngsten Amokläufen im Kino von Aurora und im Sikh-Tempel von Oak Creek entzündete sich daran eine Diskussion über die liberalen Waffengesetze in den USA. An eine Verschärfung der Bestimmungen traute sich allerdings auch damals kein US-Politiker heran.




Schlagwörter

Amoklauf, Gabrielle Giffords

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-08 17:32:08
Letzte Änderung am 2012-08-08 17:56:15


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