New York. Vor den Augen von Touristen und Passanten haben Polizisten nahe des berühmten Times Square in New York einen Mann erschossen. Der 51-Jährige sei mit gezücktem Messer auf die Polizisten zugelaufen, meldeten US-Medien. Zuvor hatten die Beamten den Mann auf dem Times Square kontrollieren wollen, weil er augenscheinlich Haschisch rauchte. Als sie ihn ansprachen, zückte er das Messer.
Mit Pistolen und Pfefferspray verfolgten die Polizisten den Mann rund zehn Straßenblocks weit, bis er den Berichten zufolge mit dem Messer plötzlich auf sie zulief. Daraufhin schossen die Polizisten zwölfmal auf ihn. Zahlreiche Beobachter verfolgten und filmten das Geschehen. Der 51-Jährige starb wenig später im Krankenhaus.
Kritik an Polizei-Aktion
"Das hätte anders gelöst werden können", sagte eine Tante des getöteten Mannes der "New York Times". Zwölf Schüsse seien eindeutig zu viel gewesen. Auch von anderen Seiten kam Kritik an der Aktion. Der New Yorker Polizeichef Raymond Kelly verteidigte seine Mitarbeiter. "Die Polizei hat angemessen reagiert", zitierte ihn die Zeitung am Montag. Der Mann habe auf die wiederholten Aufforderungen, seine Waffe niederzulegen, nicht reagiert. Menschen rund um den Ort des Geschehens - inklusive der vielen Touristen - seien bei den Ereignissen am Samstagnachmittag nicht in Gefahr gewesen.
Auch New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg wies die Kritik zurück. Die Polizisten hätten "sicherlich verantwortungsbewusst gehandelt", zitiert ihn die Zeitung. Sie hätten versucht, jemanden zu stoppen, der "geisteskrank" gewesen sein müsse.
Vorfall wird untersucht
Drei Polizisten, die durch das Pfefferspray und den Lärm der Schüsse leicht verletzt worden waren, wurden im Krankenhaus behandelt. Der Vorfall werde untersucht, kündigte der stellvertretende New Yorker Polizeichef Paul Browne im Fernsehsender CNN an. Die beteiligten Polizisten würden währenddessen nicht mehr auf Streife gehen, sondern organisatorische Aufgaben übernehmen.
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