• vom 29.08.2012, 22:10 Uhr

Chronik

Update: 29.08.2012, 22:13 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Dämme halten Wasserdruck stand

"Isaac" könnte New Orleans verschonen



  • Hunderttausende Menschen ohne Strom.

Der Hurrikan "Isaac" wütet an der Küste der USA.

Der Hurrikan "Isaac" wütet an der Küste der USA.APAweb/Reuters/Sean Gardner Der Hurrikan "Isaac" wütet an der Küste der USA.APAweb/Reuters/Sean Gardner

Washington. Genau sieben Jahre nach der "Katrina"-Katastrophe hat der Hurrikan "Isaac" der US-Golfküste heftige Regenfälle und Überschwemmungen beschert. "Isaac" erreichte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h den äußersten Südosten von Louisiana. In den Vororten von New Orleans ist es zu ersten Überschwemmungen gekommen.  Bürgermeister Mitchell Landrieu beteuerte im Rundfunk jedoch, dass die Deiche der Stadt halten.

Der Hurrikan "Isaac" hat inzwischen seine Geschwindigkeit verlangsamt und ist wieder zu einem Tropensturm herabgestuft worden. Wie das Nationale Hurrikanzentrum NHC in Miami mitteilte, blieb er gleichwohl gefährlich, weil er mit sehr starken Regenfällen, heftigen Winden und Überschwemmungen verbunden war. Die Geschwindigkeit fiel auf 110 Stundenkilometer. Der Sturm befand sich 80 Kilometer südwestlich von New Orleans und 90 Kilometer südöstlich von Baton Rouge, der Hauptstadt des Bundesstaats.

Die Behörden rechneten nicht damit, dass der Sturm direkt die Stadt New Orleans treffen werde. Auswirkungen sollten aber dennoch zu spüren sein. In dem tief gelegenen Bezirk Plaquemines sei das Wasser über einen 2,4 Meter hohen Deich geschwappt, teilte der Katastrophenschutz mit. "Uns liegen Berichte über Menschen vor, die auf ihren Dächern und in ihren Dachböden sitzen", sagte der Präsident des Bezirks, Billy Nungesser, dem Sender CNN. In einigen Häusern stehe das Wasser vier Meter hoch. "Der Sturm hat heftiger zugeschlagen als es die Leute erwartet haben." Das Pionierkorps der US-Armee erklärte jedoch, dass die Dämme in Plaquemines nicht zum Flutabwehrsystem zählten, das nach dem verheerenden Hurrikan "Katrina" vom Jahr 2005 angelegt wurde. Dieses Deichsystem halte "Isaac" stand, teilten die Pioniere mit.

Leben in New Orleans steht still
In Erwartung von "Isaac" waren die Straßen von New Orleans wie ausgestorben. Viele Einwohner hatten die Fenster ihrer Häuser verrammelt und Lebensmittel gehortet. Nur wenige Menschen besuchten die Bars in der berühmten Bourbon Street im French Quarter. Einige gingen spazieren. "Meine Nerven liegen überhaupt nicht blank", sagte John Demahy, der mit seiner Frau Misty durch den Regen marschierte. "Das ist ein kleiner Hurrikan. Ich denke, es wird der Stadt gut tun, einen guten Hurrikan zu erleben." "Das wird etwas von dem Stress wegnehmen", ergänzte seine Frau.

Hunderttausende Menschen ohne Strom
Weil der Wind Überlandleitungen zerstörte, hatten rund 390.000 Menschen keinen Strom mehr, wie der örtliche Energieversorger mitteilte. In der auf einer Landzunge im Golf von Mexiko liegenden Ortschaft Plaquemines südlich von New Orleans trat Wasser über einen Damm und überschwemmte ein Wohngebiet, wie Bürgermeister Billy Nungesser dem Fernsehsender CNN sagte. Demnach stand das Wasser in einigen Häusern bis zu 3,60 Meter hoch.

"Katrina" hatte die Südstaaten-Metropole New Orleans vor sieben Jahren schwer getroffen. Die Stadt versank in den Fluten, in der Region kamen mehr als 1800 Menschen ums Leben.




Schlagwörter

USA, Tropensturm, Hurrican Isaac

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-29 15:18:22
Letzte Änderung am 2012-08-29 22:13:00


Beliebte Inhalte



Die Moschee in Telfs ist in Österreich eines der wenigen islamischen Gebetshäuser mit Minarett. Die meisten Moscheen oder Kulturvereine sind nicht so sichtbar. - apa/Gindl
  • Chef der Islam-Glaubensgemeinschaft fordert Rücktritt von Efgani Dönmez.
  • weiter

  • Verhandlungen mit Investoren ziehen sich; Hoffnung auf ausländische Banken.
  • weiter

Aus dem Iran und Afghanistan nach Oberösterreich: Hesam (l.) und Mahmud wollen in Österreich bleiben, vorerst sind sie zum Nichtstun verdammt. Schmidt
  • 20.000 Asylweber sind in Österreich in Grundversorgung - die "Wiener Zeitung" hat drei von ihnen besucht.
  • weiter

Der grüne Bundesrat Efgani Dönmez bekundet sein Bedauern und nimmt via Aussendung alles zurück. - APAweb
  • "Das verwendete Bild war eine unglückliche, überspitzt getätigte Formulierung und eine Grenzverletzung."
  • weiter

ASo verheerend die Auswirkungen der Mure auf den historischen Ortskern Hallstatts derzeit auch sein mögen - unmittelbare Auswirkungen auf den Status als UNESCO-Weltkulturerbe scheint sie nicht zu haben. - APA/NEUMAYR/MMV
  • UNESCO wird etwaige Zerstörungen "langfristig beobachten"
  • weiter

Aufschrei: E. Dönmez - apa
  • Bundesrat Dönmez: "One-Way-Ticket" für alle Pro-Erdogan-Demonstranten.
  • weiter

WEGA-Beamte erschossen in Wien einen Mann. - APAweb / APA, Georg Hochmuth
  • 52-Jähriger war mit Messer auf Beamten losgegangen
  • weiter

Österreich hat mit dem Abzug seiner UN-Soldaten von den Golan-Höhen begonnen, am heutigen Mittwoch kehren die ersten Blauhelme zurück. - reuters
  • Der Golan als Beispiel, dass UN-Missionen künftig härter werden.
  • weiter

Wo bleibt der Nachwuchs? Der ÖGB hat Mühe, mit der Jugend in Kontakt zu treten. - apa/Newald
  • Nur jeder Dritte ist bei der Gewerkschaft.
  • weiter

Erfahrung sammeln: Das sollen künftige Allgemeinmediziner in Ordinationen. Aber die Ärztekammer kritisiert, dass sechs Monate Praxis zu kurz sind. - fotolia
  • Ärztekammer übt heftige Kritik: Lehrpraxen müssen bezahlt werden.
  • weiter




Werbung




Wegen seiner Nähe zum DDR-Regime umstritten

Willi Sitte, der Maler des sozialistischen Realismus, ist tot

20130608sitte - APAweb / dpa-Zentralbild, Waltraud Grubitz Berlin. Der Maler Willi Sitte gilt als einer der wichtigsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. Aber wegen seiner Staatsnähe und seiner Haltung... weiter




Eddi Arent ist tot

Abschied von einem begnadeten Komiker

Eddi Arent Der deutsche Schauspieler und Komiker Eddi Arent ist tot. Arent sei Anfang der Woche beigesetzt worden, sagte die Bürgermeisterin von Oberschleißheim... weiter




Mitbegründer der "Schmetterlinge" stirbt an Krebs

Erich Meixner ist tot

Erich Meixner und Christoph Michalke (ja) Der vielseitige Musiker Erich Meixner ist am vergangenen Freitag, dem 24. Mai einer Krebserkrankung erlegen. Meixner war mit der 1969 gegründeten... weiter




Der österreichische Aktionist Otto Muehl ist knapp 88-jährig gestorben

Der Künstler als Sektenführer

Otto Muehl polarisierte mit Werk und Biografie. - apa/Pfarrhofer Otto Muehl ist tot. Der Aktionist und Kommunengründer starb am Sonntag in Moncarapacho, Olhão (Portugal). Mühl war eine der umstrittensten Gestalten... weiter




1930 - 2013

Der Farbmagier Gotthard Graubner ist tot

Neuss. Seine Bilder hängen im Berliner Reichstag und beim Bundespräsidenten: Gotthard Graubner war berühmt für seine riesigen abstrakten Farbflächen -... weiter




Schwere Unwetterschäden nach einem Murenabgang im Ortskern von Hallstatt aufgenommen am Mittwoch, 19. Juni 2013. Nach einem heftigen Unwetter ist der Mühlbach über die Ufer getreten wobei eine Mure den Ortskern von Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut beschädigt hat.

Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk. Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt.

19.6.2013: Ein Turopolje-Schwein schwimmt in einem Teich im Tierpark in Schleswig-Holstein. Die robusten Schweine stammen ursprünglich aus den Flussniederungen der Save in Kroatien. Die Turopolje sind ausgezeichnete Schwimmer, die sich bei Überschwemmungen die Nahrung auch unter Wasser suchen und sogar nach Muscheln tauchen. Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück.

Werbung