New York/Köln/Wien.

"Um Leben zu retten, brauchen wir Impfstoffe, eine angemessene Ernährung und medizinische Hilfe", sagt Anthony Lake, Direktor des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Denn Infektionen träfen überproportional die arme und verletzliche Bevölkerung, die sich nicht behandeln lassen kann und auch keinen Zugang zu Prävention hat. "Mehr Kinder sterben an Durchfallerkrankungen als Folge eines mangelnden Zugangs zu sauberem Wasser und sicherer Hygiene als an Aids, Malaria und Masern zusammen", so Barbara Frost von der britischen Hilfsorganisation WaterAid.
Die Hälfte der ums Leben gekommenen Kinder stammt aus nur fünf - bevölkerungsreichen - Ländern: Indien, Nigeria, dem Kongo, Pakistan und China. In Sierra Leone, dem Land mit der höchsten Kindersterblichkeitsrate pro Kopf, erlebten im vergangenen Jahr 185 von 1000 Buben und Mädchen nicht ihren fünften Geburtstag. In Österreich waren es vier von 1000.
Hoffnungsschimmer: Auch in armen Ländern hat es erhebliche Fortschritte gegeben. So sank die Zahl der Todesfälle in Bangladesch, Liberia und Ruanda um mehr als zwei Drittel.
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