Tulln. Leichenfund in Niederösterreich: Am Montag gegen 11.00 Uhr hat ein Fischer im Gemeindegebiet von Muckendorf-Wipfing (Bezirk Tulln) eine grausige Entdeckung gemacht. In der Au nächst einem Teich lag - zum Teil im Wasser - eine in eine Decke oder Ähnliches gehüllte weibliche Leiche, so die Landespolizeidirektion.
Nach dem Fund einer weiblichen Leiche in der Au nahe Tulln hat sich am Montagabend bestätigt, dass ein Gewaltverbrechen vorliegt: Die - noch nicht identifizierte - Frau wurde erschlagen. Bei der Obduktion wurden mehrere Verletzungen im Bereich der linken Schädelseite festgestellt, verursacht durch stumpfe Gewalteinwirkung. Als Todeszeitpunkt gab das Landeskriminalamt Niederösterreich 24 bis 48 Stunden vor dem Auffinden an.
Die - noch unbekannte - Tote war um 10.50 Uhr von einem Fischer im Gemeindegebiet von Muckendorf (Bezirk Tulln) gefunden worden, und zwar nächst der Böschung in der sogenannten "Straßenlacke", einem stillgelegten Nebenarm der Donau ohne Zu- und Abfluss. Die Leiche war in ein blaues Spannleintuch verpackt und mit Klebeband verschnürt. Zusätzlich wurde ein zerschnittenes Bettzeug offensichtlich als Tragehilfe um den Körper geschlungen und verknotet, teilte das Landeskriminalamt mit.
Die Frau war Europäerin, etwa 1,55m groß, 70kg schwer und 30 bis 40 Jahre alt. Sie hatte 40cm lange, schwarze Haare und gepflegte Zähne (Gebiss vollständig). Die Frau hatte weder Tätowierungen noch Narben. Sie trug künstliche Fingernägel und am linken Ringfinger einen goldfarbenen Ring mit kleinem Stein. Bekleidet war sie mit einem BH und einem grau-weinroten Pyjama-Oberteil mit Tiermotiv, die untere Körperhälfte war nackt.
Für die Ermittler stellt sich die Frage, wo eine passende Abgängigkeit bekannt ist. Hinweise sind an das LKA NÖ, Dauerdienst Tel. 059133 30 3333, oder jede Polizeidienststelle zu richten.
"Wie ein Paket verschnürt"
Laut "Kronen Zeitung" war die bis dato unbekannte Tote in ein blaues Stoffleintuch gewickelt - "mit Klebebändern wie ein Paket verschnürt". Der Fundort sei in der Nähe eines verlassenen Betonwerks gewesen. Aufgrund der "frischen Spuren" sei anzunehmen, dass die Leiche erst am Wochenende in dem wild verwachsenen Gebiet abgelegt worden sein dürfte.
In der TV-Sendung des ORF "Niederösterreich heute" wurde am Abend berichtet, dass die Fundstelle relativ nahe an der Straße liege. Spaziergängern zufolge, die dort täglich unterwegs seien, hätten deren Hunde in dem Bereich zuletzt mehrmals angeschlagen.
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