• vom 15.10.2012, 11:36 Uhr

Chronik

Update: 15.10.2012, 17:46 Uhr
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Wieder Bankomat-Sprengung

Täter leiteten vermutlich Gas in Gerät ein



  • Viertes derartiges Delikt in Wien in diesem Jahr.

Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr wurde ein Bankomat in Wien gesprengt. - APAweb / Georg Hochmuth

Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr wurde ein Bankomat in Wien gesprengt. APAweb / Georg Hochmuth

Wien. In Wien-Donaustadt ist Montag früh ein Bankomat gesprengt worden. Unbekannte sollen nach ersten Informationen der Polizei einen Geldautomaten am Biberhaufenweg 117 zerstört haben. Die Täter dürften mit Beute entkommen sein. Der Bankomat gehörte zu einer Spar-Filiale.

Ein Zeuge hörte kurz vor 5 Uhr einen lauten Knall. Kurz danach beobachtete er einen schwarzen BMW, der mit hohem Tempo davonraste.
Die Täter dürften bei der Bankomat-Sprengung in der "üblichen" Weise vorgegangen sein: Sie haben Gas in das Gerät eingeleitet. Das sagte Polizeisprecherin Michaela Rossmann am Montag am Tatort. Es handelt sich um die vierte Bankomat-Sprengung in diesem Jahr in Wien.

Keine Angabe über Höhe der Beute
Die Detonation erfolgte um 4.20 Uhr. Vier Minuten später war die Polizei bei der Spar-Filiale. Zwei etwa fünf Quadratmeter große Scheiben war zerborsten, der Bankomat gesprengt. Über die Höhe der Beute lagen vorerst keine Angaben vor.

Ein Zeuge hatte einen schwarzen BMW, geschätztes Baujahr 1990, auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt beobachtet. Er sah, wie das Auto nach dem Vorfall über den Biberhaufenweg gegen die Einbahn flüchtete. Wie viele Personen an dem Coup beteiligt waren, konnte er nicht beobachten. Die Polizei nimmt aufgrund der Erfahrung mit solchen Delikten an, dass es sich nicht um einen Einzeltäter handelt.

Bankomat-Sprengungen in Wien: Eine Chronologie
Der Sprengung eines Bankomaten am Montag in Wien-Donaustadt ist bereits der vierte derartige Vorfall in der Bundeshauptstadt seit Ende April in diesem Jahr gewesen. Dreimal waren die jeweils unbekannten Täter dabei erfolgreich, am 15. Mai wurde die Beute jedoch durch ein integrierte Färbesystem unbrauchbar gemacht. Gemeinsam ist allen vier Taten, dass sie in den frühen Morgenstunden erfolgten und den Tätern auch die Flucht gelungen ist. Bei den ersten drei Fällen wurden die Bankomaten jeweils gesprengt. Auch bei diesem Fall sprechen die Indizien dafür.

27. April 2012
Unbekannte sprengen in der Nacht einen Bankomat in Wien-Donaustadt. Gegen 3.45 Uhr werden mehrere Anrainer durch den lauten Knall einer Explosion aus dem Schlaf gerissen. Der gesprengte Bankomat war an der Außenwand einer Bankfiliale in der Anton-Sattler-Gasse 115 angebracht. Die Täter flüchten mit ihrer Beute.

14. Mai 2012
Enttäuschend verläuft für unbekannte Täter die Sprengung eines Bankomaten in Wien-Floridsdorf. Die Verbrecher schlagen gegen 3.20 Uhr in der Pragerstraße 145 zu. Zwar können die Kriminellen den Geldautomaten mit einem Gasgemisch "knacken", doch die ohnehin geringe Beute wird durch das integrierte Färbesystem unbrauchbar gemacht.

15. Mai 2012
In den frühen Morgenstunden wird in Wien-Brigittenau neuerlich ein Bankomat gesprengt. Gegen 4 Uhr verüben die unbekannten Täter den Coup in der Adalbert-Stifter-Straße, wo der Bankomat an einer Hausmauer angebracht ist. Die Täter flüchten mit ihrer Beute.

15. Oktober 2012
In Wien-Donaustadt wird kurz nach 4.00 Uhr ein Bankomat gesprengt. Die unbekannten Täter sollen einen Geldautomaten am Biberhaufenweg 117 zerstört haben. Sie entkamen mit der Beute in unbekannter Höhe mit einem schwarzem BMW. Der Bankomat gehörte zu einer Spar-Filiale.




Schlagwörter

Sprengung, Bankomat

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-15 11:37:30
Letzte Änderung am 2012-10-15 17:46:03


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